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Schädliches Antibiotikum in Riesengarnelen nachgewiesen

In Riesengarnelen-Schwänzen der Firma Paulus Tiefkühlspezialitäten sind Rückstände des gesundheitsschädlichen Antibiotikums Chloramphenicol (CAP) nachgewiesen worden.

rtr SAARBRüCKEN. Eine bayerische Lebensmittelkontrollbehörde habe bei einer Probe den schädlichen Wirkstoff festgestellt, teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Freitag in Saarbrücken mit. Die Firma Paulus ist im Saarland ansässig. Die Ware sei nach dem derzeitigen Erkenntnisstand an mehrere Filialen der Einzelhandelsketten Spar und Rewe im Bundesgebiet ausgeliefert worden, hieß es weiter. Eine Rückrufaktion sei bereits gestartet, ein Teil der Ware sei jedoch wahrscheinlich schon verkauft.

Chloramphenicol kann beim Menschen zu Störungen der Blutbildung führen und das Knochenmark angreifen. In der Europäischen Union (EU) ist der Wirkstoff seit 1994 in der Tierfütterung verboten. Vor rund zwei Wochen war jedoch bekannt geworden, dass im November 27 Tonnen CAP-verseuchte Krabben aus China nicht ordnungsgemäß in den Niederlanden entsorgt worden waren, sondern als Fischabfälle nach Cuxhaven geliefert und dort zu Fischmehl-Tierfutter weiterverarbeitet wurde. Das verbotene Antobiotikum wurde auch im Fleisch eines in den Niederlanden geschlachteten Kalbes eines niedersächsischen Mastbetriebs nachgewiesen. Die EU hat vor wenigen Tagen ein Verbot für Fisch- und Fleischprodukten aus China empfohlen.

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