Schärfere Grenzwerte für Lärm gefordert
Verkehrsclub stellt Öko-Liste für Autos auf

Öko-Freunde sollten sich beim Autokauf für den VW Lupo 1.4 FSI entscheiden. Er erreichte den besten Platz in der VCD Auto-Umweltliste, ergab eine am Mittwoch in Berlin vorgestellte Untersuchung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).

ddp. BERLIN. Der Benziner mit Direkteinspritzung verdrängte im Vergleich zum Vorjahr die beiden Dieselmodelle VW Lupo 3L TDI und Audi A2 1.2 TDI 3L auf den zweiten Platz. Der Audi ist im Gegensatz zum Kleinwagen Lupo in der Kompaktklasse angesiedelt.

Die "High-Tech vom Feinsten" hat jedoch ihren Preis, betonte der VCD-Verkehrsexperte Gerd Lottsiepen: Der Testsieger kostet 15 400 Euro. Für den kleineren Geldbeutel empfiehlt er deshalb den Toyota Yaris 1.0 linea eco für 10 220 Euro und den Opel Corsa ECO 1.0 12V (11 250 Euro). Bestes Familienmodell ist mit dem VW Bora 1.6 FSI ebenfalls ein direkteinspritzender Benziner, gefolgt vom Skoda Fabia 1.4 Combi und dem Ford Focus 1.6 Turnier. Bei den Mini-Vans gewann mit Abstand das Erdgasauto Opel Zafira 1.6 CNG.

Lottsiepen wies darauf hin, dass er keinen der drei Gesamt-Testsieger "ohne Einschränkungen zum Kauf empfehlen könne". Bei den beiden Dieselmodellen bemängelte er, dass diese ohne Partikelfilter angeboten werden. "Wir brauchen den Partikelfilter, weil er Krebs verhindert", betonte der VCD-Verkehrsexperte. Beim Lupo mit Benzin-Direkteinspritzung lobte er die neue Technik, die bis zu 20 Prozent Kraftstoffersparnis bringe. Das Auto sei aber "ein Wolf im Schafspelz", denn wenn die 105 PS auf die Straße gebracht würden, "ist Schluss mit Öko", kritisierte Lottsiepen.

Generell sei der durchschnittliche Flottenverbrauch der Neuwagen trotz eines Rückgangs um 1,5 Liter in den vergangenen zehn Jahren mit 7,1 Litern zu hoch. Ebenso würden etwa die spritfressenden Klimaanlagen bei der Verbrauchsermittlung nicht berücksichtigt, regte Lottsiepen ein neues Messverfahren an. Er forderte einen europaweiten Grenzwert für das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) von 120 Gramm pro Kilometer. Alle Autos, die mehr als diese umgerechnet 5,2 Liter Benzin oder 4,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen, sollten mit einer Klimasteuer belegt werden.

Schärfere Grenzwerte forderte Lottsiepen auch für die Lärmwerte, die sich am technisch Machbaren orientieren sollten. In puncto Lärm habe der Verkehrszuwachs die "technischen Verbesserungen aufgefressen", stellte Lottsiepen fest.

Der VCD bewertete in seiner Untersuchung maßgeblich den Kraftstoffverbrauch und den damit verbundenen CO2-Ausstoß. Ebenso flossen Lärm- und weitere Schadstoffwerte in die Beurteilung ein.

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