Schärfere Regelungen
Computerspiele sollen verboten werden können

Als Reaktion auf die Bluttat von Erfurt hat das Kabinett eine Verbesserung des Jugendschutzes beschlossen. Gewalt verherrlichende Computerspiele sollen danach verboten werden können.

wiwo/ap/rtr BERLIN. Das sieht ein am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeter Entwurf für ein neues Jugendschutzgesetz vor. Es soll noch vor der Sommerpause von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Bundesfamilienministerin Christine Bergmann betonte, der Schutz von Kindern und Jugendlichen sei ein zentrales Anliegen. Die rasante Entwicklung der Medien habe eine Neuordnung notwendig gemacht. Künftig sollten wie bei Filmen auch Computerspiele für Kinder und Jugendliche nur gemäß ihres Alters freigegeben sein. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien kann den Angaben nach in Zukunft auch bei den neuen Medien eingreifen und insbesondere gewaltdarstellende Inhalte auf den Index setzen. Selbst ohne eine Indizierung der Prüfstelle sollen Medien, die Krieg verherrlichen und die Menschenwürde verletzen, mit Vertriebs- und Werbeverboten belegt werden können.

Der Gesetzentwurf von Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) sieht auch ein Rauchverbot von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren in der Öffentlichkeit vor.

Öffentliche Zigaretten-Automaten sollen so umgebaut werden, dass Kinder unter 16 Jahren an ihnen keine Zigaretten mehr kaufen können. Außerdem soll die Werbung für Zigaretten und Alkohol vor Kinofilmen verboten werden, die für Kindern unter 16 Jahren frei sind.

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