Schätzungen zu Umsatz und Betriebsmarge gesenkt
Selbst Gucci muss zurückstecken

Die niederländische Gucci Group erwartet eigenen Angaben zufolge 2002 ein geringeres Ergebnis als bislang geschätzt. Grund dafür sei der rückläufige Umsatz im November und konservativere Schätzungen für das Weihnachtsgeschäft, teilte der Bekleidungskonzern am Montag mit.

vwd AMSTERDAM. Gucci geht dementsprechend aktuell von einem Gesamtjahresumsatz zwischen 2,5 Milliarden und 2,6 Milliarden Euro aus. Zuvor hatte das Unternehmen seinen Jahresumsatz auf 2,6 Milliarden Euro geschätzt. Die operative Marge vor Goodwill- und Markenabschreibung nahm Gucci auf zwölf von zuvor 13 Prozent zurück.

Im zweiten Halbjahr liege das Betriebsergebnis voraussichtlich zwischen drei und sieben Prozent unter dem Ergebnis im Vorjahreszeitraum. Hierbei seien Abschreibungen auf den Goodwill und eingetragene Marken nicht berücksichtigt, hieß es.

Gucci erwartet nun für das Gesamtjahr 2002 einen Gewinn von mindestens 2,00 Euro je Aktie nach im September prognostizierten 2,60 Euro. Die Prognose enthalte Nettokosten von rund 0,90 Euro je Aktie für Goodwill- und Markenabschreibungen. Dennoch würden die Ergebnisse im zweiten Halbjahr besser ausfallen als die der ersten Jahreshälfte, in der der Betriebsgewinn um 38,5 Prozent zurückgegangen war.

Das Handelsgeschäft im Juli und August sei schwach ausgefallen, sagte Vorstandsvorsitzender Domenico De Sole. "Eine weit bessere Umsatzentwicklung im September und Oktober hatte uns zuversichtlich gestimmt, dass wir unsere Prognosen erreichen können", so De Sole. Im November hätten sich die Bedingungen jedoch verschlechtert, so dass das Management nicht länger an den früheren Schätzungen festhalten kann. Die Umsatzschwäche, die sich im November gezeigt habe, werde für den Rest des Jahres andauern.

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