Schalke 04 gewinnt Revierderby beim VfL
Bayern München legt gegen Gladbach vor

Fußball-Meister Bayern München hat am 26. Bundesliga-Spieltag den Kampf um die Meisterschaft noch nicht aufgegeben. Das Revierderby in Bochum entschied Schalke 04 für sich.

HB Berlin. Der FC Bayern München scheint sich doch noch Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung zu machen. Nachdem Manager Uli Hoeneß das Thema Meisterschaft in der vergangenen Woche abgehakt hatte, besiegte sein Klub Borussia Mönchengladbach am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 5:2 (2:0). Der Tabellenzweite erhöhte sein Punktekonto damit auf 53. Am Sonntag empfängt der Dritte VfB Stuttgart (47) Spitzenreiter Werder Bremen (61).

Schalke gewinnt Revierderby

Mit einem 4:1 (2:1)-Heimsieg über Hertha BSC verteidigte Bayer Leverkusen den vierten Tabellenplatz. Den fünften Rang sicherte der VfL Bochum trotz der 1:2-Niederlage im Revierderby gegen Schalke 04. Hinter den Gelsenkirchnern auf Rang sieben rangieren die Dortmunder. Sie kamen in Hannover nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Auf Platz achte kletterte Hansa Rostock. Die Hanseaten brachten Wolfsburgs Trainer Jürgen Röber in arge Probleme, denn nach der 1:3 (1:3)-Niederlage orientiert sich sein Team nach unten.

Am Tabellenende tat sich nichts. Hannover 96, Hertha BSC und der 1. FC Köln (0:2 in Freiburg) gelten in dieser Reihenfolge als Abstiegskandidaten. 1860 München konnte sich hingegen mit einem 3:0 (2:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt wieder ins Mittelfeld der Tabelle retten.

Hansa Rostock - VfL Wolfsburg 3:1 (3:1)

Magnus Arvidsson war auch diesmal nicht zu stoppen. Der Hansa-Torjäger verlängerte einen Freistoß von Martin Max bereits in der neunten Minute zum 1:0 ins Tor von Sead Ramovic. Es war der sechste Treffer des Schweden in der Rückrunde. In der 26. Minute glich Wolfsburgs Pablo Quattrocchi aus. Freuen konnten sich die Wolfsburger aber nicht lange, denn Martin Max sorgte in der 34. Minute für das 2:1, und nur drei Minuten später legte Uwe Möhrle zum 3:1 nach.

FC Bayern München - Borussia Mönchengladbach 5:2 (2:0)

Im großen Duell der 70er Jahre hatten die Gladbacher im ersten Durchgang nicht viel zu melden. Eine Ecke von Bastian Schweinsteiger verlängerte Sammy Kuffour per Kopf zum 1:0. Gladbachs Keeper Claus Reitmaier sah bei dem Gegentreffer nicht gut aus. Beim 2:0 durch Roque Santa Cruz (39.) konnte er aber nicht viel ausrichten. Der Paraguayer hatte die gesamte Gladbacher Abwehr einfach stehen gelassen.

Nach der Pause hatte Mönchengladbach erst einmal keine Möglichkeit, ins Spiel zu kommen, da Roy Makaay schon zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff einen Foulelfmeter zum 3:0 verwandelte. Doch die Gäste steckten nicht auf. Vaclav Sverkos traf in der 54. Minute zum 1:3 und verkürzte nach Foulelfmeter in der 65. sogar auf 2:3. Doch der Ausgleich wollte nicht gelingen. Im Gegenteil. Owen Hargreaves konnte drei Minuten vor Schluss auf 4:2 erhöhen, Michael Ballack sogar noch auf 5:2 in der Nachspielzeit.

Bayer Leverkusen - Hertha BSC 4:1 (2:1)

Das Spiel begann mit einem Schock für Bayer Leverkusen. Herthas Marcelinho zirkelte einen Freistoß in die linke obere Ecke von Jörg Butts Tor. Der Keeper hatte nicht perfekt gestanden. Aufatmen konnten die Leverkusener Fans in der 29. Minute, als Dimitar Berbatow nach einem Alleingang das 1:1 erzielte. Von da an diktierten die Hausherren die Partie. Franca erhöhte auf 2:1 (34.) und war auch nach der Pause erfolgreich. In der 55. Minute stolperte der Brasilianer den Ball förmlich an den Innenpfosten und von da ins Tor. Und auch Berbatow durfte noch einmal jubeln (74.).

SC Freiburg - 1. FC Köln 3:0 (1:0)

Auch beim SC Freiburg konnte der 1. FC Köln seine Krise nicht beenden. Nach einer Viertelstunde führten die Badener mit 1:0 durch Alexander Iaschwili. Der Georgier sorgte damit für das insgesamt 400. Tor des Clubs in der Fußball-Bundesliga. Das 401. erzielte Sascha Riether in der 76. Minute. Roda Antar sorgte mit seinem Treffer (80.) dafür, dass Köln endgültig auseinander brach.

Eintracht Frankfurt - 1860 München 0:3 (0:2)

Frankfurts für fünf Spiele gesperrter Trainer Willi Reimann musst aus einem Container mit ansehen, wie Andreas Görlitz die Sechziger in der neunten Minute mit einem Kopfballtreffer in Führung brachte. Und damit das Selbstbewusstsein der Bayern belebte, denn nur acht Minuten später erhöhte Matthias Lehmann im Frankfurter Waldstadion auf 2:0. In der zweiten Hälfte machte Paul Agostino mit einem Schuss aus gut 20 Metern das 3:0 perfekt.

Hannover 96 - Borussia Dortmund 1:1 (0:1)

Hannover hat seine Fans teilweise versöhnt. Auch wenn es in der ersten Hälfte noch nicht danach aussah. Nachdem Dortmunds Torsten Frings Hannovers Clint Mathis abgeschüttelt hatte, zog er aus rund zehn Metern Entfernung ab und traf schon in der 13. Minute zur Dortmunder Führung. In der Folgezeit waren die Dortmunder das bessere Team, doch die letzte Konsequenz fehlte. Dies nutzte Hannover. Einen Elfmeter (nach Handspiel von Madouni) trat Thomas Christiansen zum Ausgleich ins Tor.

VfL Bochum - FC Schalke 04 1:2 (1:0)

Bochums Torhüter Rein van Dujnhoven hat den Rekord von Norbert Nigbur eingestellt. Der hatte im Bochumer Ruhrstadion in der Saison 1974/75 844 Minuten lang keinen Gegentreffer kassiert. Van Dujnhoven erhöhte auf 902 Minuten, konnte sich darüber aber nicht sonderlich freuen. Denn nachdem sein Kollege Martin Meichelbeck per Kopf zum 1:0 für Bochum getroffen hatte (24.), ließen die Bochumer nach. Die Schalker Bemühungen fruchteten in der 77. Minute, als Thomas Kläsener den Ausgleich erzielte und Michael Delura Schalke auf die Siegerstraße brachte (82.).

VfB Stuttgart - Werder Bremen

Der VfB Stuttgart kämpft gegen den Spitzenreiter um die letzte Chance, eigene Titelchancen offen zu halten. Selbst ein Remis würde den Gastgebern nicht reichen. Trainer Felix Magath muss dabei weiter auf den langzeitverletzten Andreas Hinkel verzichten und vertraut trotz der Abschlussschwäche auf Stürmer Kevin Kuranyi.

Mit geschwellter Brust tritt Werder dagegen im Gottlieb-Daimler-Stadion an. Der 2:0-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg hat das schon vorhandene Selbstbewusstsein weiter verstärkt. Unruhe sorgen lediglich die permanenten Abwanderungsgedanken von Spielmacher Johan Micoud.

Hamburger SV - 1. FC Kaiserslautern (beide Sonntag, 17.30 Uhr)

Auch der Hamburger SV kämpft gegen Lautern um die letzte Chance, doch noch in den Kampf um die internationalen Startplätze einzugreifen. Bernardo Romeo und Mehdi Mahdavikia rücken nach der 0:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach wieder in die Startelf.

Doch der im vergangenen Jahr beim HSV entlassene Kurt Jara will mit einem Sieg seinen neuen Verein aus dem Abstiegssumpf ziehen. Mit einem Erfolg in der AOL-Arena würden sich die Pfälzer bis auf zwei Punkte an den sonntäglichen Gegner annähern.

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