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Schalke erreicht nach 4:0 Uefa-Cup-Gruppenphase

Zur Premiere von Trainer Ralf Rangnick ist der FC Schalke 04 im Schongang in die Gruppenphase des reformierten Uefa- Pokal-Wettbewerbs eingezogen.

dpa LIEPAJAS. Zur Premiere von Trainer Ralf Rangnick ist der FC Schalke 04 im Schongang in die Gruppenphase des reformierten Uefa - Pokal-Wettbewerbs eingezogen.

Nach dem 5:1 vor zwei Wochen in Gelsenkirchen gewann ein vom neuen Coach völlig neu formiertes Schalker Team auch das Rückspiel beim lettischen Vizemeister Metalurgs Liepajas ungefährdet mit 4:0 (1:0). Die Treffer erzielte vor nur etwa 2000 Zuschauern im direkt an der Ostsee liegenden Daugava-Stadion der bereits im Hinspiel drei Mal erfolgreiche Ebbe Sand (44.) und Mike Hanke (63./74./90.).

Obwohl Rangnick tags zuvor noch versichert hatte, "keine Totalrotation" durchführen zu wollen, schickte der 46-Jährige eine auf sechs Positionen veränderte Mannschaft auf den vom Regen aufgeweichten Rasen. "Es war für mich wichtig, vor allem die Jungs 'mal zu sehen, die ich bis jetzt noch nicht so gut kannte", begründete Rangnick seine Entscheidung. Mit dem Richtung weisenden Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Bochum vor der Brust, erschien wohl außerdem die Gelegenheit, dem durch UI-Cup, Bundesliga und DFB-Pokal strapazierten Stammpersonal eine Verschnaufpause zu gönnen, einfach zu verlockend.

Spannung wollte ob des erdrückend deutlichen Hinspielergebnisses zu keinem Zeitpunkt aufkommen, so dass die Partie über weite Strecken den Charakter eines Vorbereitungsspiels hatte. "Es ist erfreulich, dass wir zu Null gespielt haben, aber insgesamt muss man das Ergebnis wohl standesgemäß nennen", lautete auch die Einschätzung des neuen Schalker Trainers, der den Nachmittag dennoch genoss: "Es war ein gutes Gefühl, selber wieder dabei zu sein."

Seine Mannschaft kontrollierte das Geschehen, ohne sich gegen den international eher drittklassigen Gegner übermäßig verausgaben zu müssen. Nach ersten Torgmöglichkeiten durch Michael Delura (22.) und Dario Rodriguez (24.) war es Routinier Sand, der auf Zuspiel seines dänischen Landsmannes Christian Poulsen kurz vor der Pause den ersten Treffer erzielte. Liepajas' ansonsten guter Schlussmann Viktor Spole war gegen den noch abgefälschten Schuss machtlos.

Während die im Vergleich zur 0:1-Pleite in Hannover am vergangenen Wochenende komplett neu gestaltete Vierer-Abwehrkette mit Fabian Lamotte, Tomasz Waldoch, Thomas Kläsener und Dario Rodriguez beinahe beschäftigunglos blieb, boten die "Knappen" nach dem Wechsel in der Offensive noch einige sehnswerte Szenen. Nachdem der für Kobiaschwili eingewechselte Hamit Altintop noch am Pfosten gescheitert war (63.), ließ der nach der Pause für Sand gekommene Youngster Hanke die rund 200 mitgereisten Schalker Fans mit einem Hattrick noch drei Mal jubeln.

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