Schalke legt gegen Stuttgart Heimkomplex ab
Bayern und BVB setzen Glanzlichter

Die Spitzenteams aus München und Dortmund haben mit deutlichen Derby-Siegen am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga Glanzlichter gesetzt.

HB/dpa DÜSSELDORF. Der FC Bayern fügte dem Stadtrivalen TSV München 1860 im 197. Duell beim 5:0 eine historische Schlappe zu. Der dreifache Torschütze Mehmet Scholl erlegte die "Löwen" fast im Alleingang. "Toll, wozu Mehmet in der Lage ist, das ist brasilianisch", schwärmte DFB-Teamchef Rudi Völler.

Spektakulär ging es auch in Dortmund zu. Beim 4:1 über den Nachbarn VfL Bochum entdeckte der BVB den Spaßfußball, konnte aber den Acht-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter Bayern nicht verringern. Anders als zuletzt in Berlin und Stuttgart befreite sich die von rätselhaften Formschwankungen befallene Sphinx der Bundesliga von taktischen Zwängen und stimmte sich mit dem höchsten Heimsieg auf die Champions-League-Partie am Mittwoch bei Real Madrid ein.

Der hoch gelobte VfB Stuttgart ging nach zuletzt drei Siegen erstmals in der Rückrunde leer aus. Beim heimschwachen FC Schalke 04 gaben sich die "jungen Wilden" handzahm und verpatzten die Generalprobe für das UEFA-Cup-Achtelfinale bei Celtic Glasgow. "Nun müssen wir wieder vom UEFA-Cup reden und nicht mehr von der Champions League", sagte VfB-Coach Felix Magath. Mit dem ersten Heimsieg seit dem 5. Oktober vertrieb Schalke den "Arena-Fluch" und fiebert dem Schlager an gleicher Stätte gegen den BVB in einer Woche entgegen.

Während Stuttgart und Schalke noch immer mit einer Qualifikation für die "Königsklasse" kokettieren, droht den Bayern-Jägern der Hinrunde aus Bremen der Sturz aus den UEFA-Cup-Rängen. Der Frust über die mäßige Bilanz mit nur einem Punkt aus vier Rückrunden-Spielen und dem Platzverweis für Markus Daun saß nach dem 0:1 in Nürnberg tief. Auch der für Pascal Borel ins Tor beorderte Jakub Wierzchowski patzte in seinem ersten Bundesligaspiel. "So haben wir den fünften Platz nicht mehr lange", warnte Trainer Thomas Schaaf.

Geht die Talfahrt weiter, könnte der Hamburger SV schon am kommenden Spieltag den Platz von Werder einnehmen. Nach elf Spielen ohne Niederlage reifen beim zwischenzeitlich von Kündigung bedrohten Trainer Kurt Jara Europapokal-Träume. Mehr noch als über das 2:0 gegen den VfL Wolfsburg, der sich durch Platzverweise von Robson Ponte und Tomislav Maric selbst schlug, wurde über den möglichen Wechsel von VfL-Regisseur Stefan Effenberg nach Hamburg geredet.

Beim 1. FC Kaiserslautern konnte das 1:1 auf der Bielefelder Alm den Frust über die prekäre Lage nicht vertreiben. "Für uns ist das ein negatives Erlebnis. Wir sind für drei Punkte hierher gekommen", klagte Trainer Erik Gerets, dessen Team auch im 17. Auswärtsspiel nacheinander ohne Sieg blieb.

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