Schalke mit großen Verletzungssorgen
Nobodys aus Osteuropa fordern Bundesliga-Trio

Der alte Schulatlas von 1980 konnte Werder Bremen, Schalke 04 und den VfB Stuttgart bei der Vorbereitung auf die erste Runde im UEFA-Cup nicht helfen. Ihre Auftakt-Gegner Metalurg Donezk (Ukraine), FC Gomel (Weißrussland) und FK Ventspils (Lettland) kommen aus Ländern der früheren UdSRR und gelten im europäischen Fußball als Nobodys.

HB HANNOVER. Für das Bundesliga-Trio ist ein Weiterkommen aus sportlichen und finanziellen Gründen Pflicht, für die osteuropäischen Teams sind die Begegnungen an diesem Donnerstag eine wichtige Prestige-Angelegenheit.

"Uns erwartet in Donezk die Hölle. Metalurg hat Respekt, aber keine Angst vor uns", warnte Werder-Profi Victor Skripnik seine Mitspieler. Der ukrainische Nationalspieler tritt erstmals gegen ein Team seines Heimatlandes an. "Das ist ein besonderes Gefühl", sagte Skripnik, der mit 30 000 Zuschauern rechnet. Trainer Thomas Schaaf kann seine Bestbesetzung aufbieten, auch der französische Zugang Johan Micoud ist spielberechtigt. Beim ersten internationalen Match nach 21 Monaten überlassen die Hanseaten nichts dem Zufall. Sie nehmen einen Koch und eigene Lebensmittel mit in die Ukraine.

Mit einem flauen Gefühl im Magen hat DFB-Pokalsieger Schalke 04 die Abenteuerreise nach Weißrussland angetreten. "Ich habe noch keinen Eindruck vom Gegner. Und das ist unbefriedigend", sagte Trainer Frank Neubarth. Der 100 Kilometer nördlich von Tschernobyl beheimatete FC Gomel zieht für das Hinrundenspiel (20.15 Uhr/live im DSF) in das größere Dinamo-Stadion in die Hauptstadt Minsk um. Die Schalker Verletztenliste ist lang. Thomas Waldoch, Jörg Böhme, Emile Mpenza, Nico van Kerckhoven und Victor Agali müssen passen. Hinter Spielmacher Andreas Möller (Bandscheibe), Marc Wilmots (Fußprobleme und Marco van Hoogdalem (Adduktoren) stehen Fragezeichen.

"Ich erwarte, dass wir im Daimler-Stadion für klare Verhältnisse sorgen. Wir sollten mindestens zwei Tore schießen und ohne Gegentor bleiben", sagte Stuttgarts Trainer Felix Magath vor dem Heimspiel (18.15 Uhr/live im ZDF) gegen den zweifachen lettischen Meister FK Ventspils. Den Ausfall von sechs Stammspielern, darunter Torjäger Sean Dundee (Bänderriss), lässt Magath als Ausrede nicht gelten: "Wir haben genügend Spieler im Kader, die das richten können". Im Gegensatz zu den Spielen in Donezk oder Minsk ist das UEFA-Cup - Interesse in Stuttgart gering. Die Schwaben, die sich über die Hintertür UI-Cup qualifiziert haben, rechnen mit rund 10 000 Besuchern.

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