Schalke mit "letztem Aufgebot" nach Stuttgart
Bayer in Rostock schon mächtig unter Druck

Bayer Leverkusen will wieder auf Bundesliga-Erfolgskurs, der 1. FC Kaiserslautern mit dem neuen Trainer Eric Gerets in ruhiges Fahrwasser und Schalke 04 mit einem "letzten Aufgebot" nur gut über die Runden kommen.

HB DÜSSELDORF. "Wir haben die Pflicht zu punkten", forderte Bayer-Trainer Klaus Toppmöller vor der Partie an diesem Mittwoch bei Hansa Rostock. Den neun Zählern und 8:0-Toren des Tabellenzweiten von der Ostsee hat der Vizemeister nur die magere Bilanz von zwei Unentschieden und einer Niederlage entgegenzuhalten.

Bayer will sich aber nicht am Auftakterfolg der Rostocker orientieren, sondern sich auf die eigene Stärke besinnen. "Es ist eine schwere Aufgabe, aber wir selbst müssen den Schalter umlegen", hofft Toppmöller. Allerdings hat er sechs Ausfälle - darunter Stammkräfte wie Jens Nowotny, Diego Placente und Dimitar Berbatow - zu kompensieren. Für die Hansestädter kommt Leverkusen, das im August 2001 3:0 im Ostseestadion gewann, gerade recht. "Nach drei Siegen ist das Selbstvertrauen natürlich größer", weiß Trainer Armin Veh, der wohl auch wieder auf Mittelfeld-Regisseur Marcus Lantz bauen kann.

Große Personalnöte hat Schalke 04 vor dem Gastspiel bei Angstgegner Stuttgart, den der deutsche Pokalsieger nur drei Mal in eigener Arena schlagen konnte. Letzte Hiobsbotschaften: Nationalspieler Jörg Böhme erlitt am Montag einen Muskelbündelriss im Oberschenkel und fällt vier Wochen aus. Auch Stürmerstar Emile Mpenza kann wegen einer Oberschenkel-Prellung nicht spielen. Fraglich ist zudem, ob Andreas Möller, der an einen Infekt leidet, auflaufen kann.

Ohnehin standen auf der Verletztenliste von Schalkes Chefcoach Frank Neubarth ("Da haben wir ein kleines Problem") schon Victor Agali, Anibal Matellan, Nico van Kerckhoven und Tomasz Waldoch. Trotz der Sorgen der Königsblauen will VfB-Trainer Felix Magath die Gäste nicht unterschätzen. "Wir werden nicht im Hurra-Stil spielen", kündigte Magath an, der möglicherweise auf Sean Dundee (Kapselanriss im Sprunggelenk) verzichten muss.

Auf ein Hurra-Erlebnis setzt nach chaotischen Wochen der 1. FC Kaiserslautern gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld. "Ich hoffe, dass die Mannschaft mit ganzem Herzen dabei ist", sagte Lauterns Chefcoach Gerets vor seiner Bundesliga-Premiere. "Sie weiß, worum es geht: Gegen Bielefeld muss ein Sieg her." Allerdings kann er dabei nicht auf die Hilfe von Hany Ramzy zählen, der mit Verdacht auf Lungenentzündung im Krankenhaus liegt.

Auch Arminia-Trainer Benno Möhlmann will den Pfälzern beim Neuanfang keine Unterstützung gewähren: "Wir wollen auf keinen Fall der Aufbaugegner für die 'neue' Kaiserslauterer Mannschaft sein." Allerdings muss er den polnischen Torjäger Artur Wichniarek (Muskelanriss) und Ansgar Brinkmann (Adduktorenverletzung) ersetzen.

Während in der Pfalz wieder Frieden geschlossen wurde, gibt es bei Schlusslicht Hannover 96 vor dem "Kellerduell" gegen Energie Cottbus einen Hauskrach. Trainer Ralf Rangnick hatte den Vorstandsvorsitzenden Martin Kind attackiert, weil seine bis 2005 geplante Vertragsverlängerung zwar angekündigt aber noch nicht vollzogen wurde. Um die Konzentration auf den Existenzkampf am Tabellenende nicht weiter zu stören, vermied Kind, weiteres Öl ins Feuer zu gießen. "Ich muss nicht alles kommentieren", sagte er. Von den fünf Neuzugängen wird Rangnick mit dem Ex-Dortmunder Fredi Bobic, Jaime und Fernando wahrscheinlich drei eine Chance geben.

Erstmals wird Stefan Effenberg im Nordderby zwischen dem VfL Wolfsburg und den Hamburger SV, das wie alle fünf Bundesliga-Partien mit einer Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September 2001 in New York beginnen wird, vor heimischer Kulisse auftreten. Ein Wiedersehen mit seinen ehemalige HSV-Kollegen feiert Roy Präger, der für den verletzten Robson Ponte in die Wolfsburger Formation rückt.

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