Schalke „ohne Sechs“ nach Liberec
Werder will weiteres „Weser-Wunder"

In Bremen wird das "Wunder von der Weser" beschworen, in Schalke setzt Trainer Jupp Heynckes auf die Heimschwäche des Gegners, und in Wolfsburg herrscht Zuversicht über den Final-Einzug im UI-Cup. In den Halbfinal-Rückspielen am Mittwoch muss das Bundesliga-Trio seine Qualitäten beweisen, wenn der ganz große Wurf gelingen soll.

HB/dpa BREMEN. "Wir wollen alle in den UEFA-Cup. Dort können wir unsere Kassen mit zusätzlichen Einnahmen aufbessern", sagte Werders Sportdirektor Klaus Allofs und machte sich damit zum Sprecher der drei Clubs.

Die Bremer haben am Mittwoch (20.15 Uhr/DSF) im Weserstadion gegen den SV Pasching die schwerste Aufgabe zu lösen. Das 0:4 in Österreich war eine der größten Blamagen für das Team von Trainer Thomas Schaaf. "Auf Bestellung gehen die Wunder aber bei uns nicht. Wir müssen schon über unsere Verhältnisse spielen, wenn wir das Finale erreichen wollen", meinte Allofs. Paschings Trainer Heinz Hochhauser hat sein Team auf den Angriffswirbel der Bremer eingestellt: "Wir müssen versuchen, dass wir nicht permanent unter Druck geraten. Dann haben wir auch unsere Konterchancen."

Die Österreicher wünschen sich im Falle des Finaleinzuges den FC Schalke 04 als Gegner. "Das wäre finanziell lukrativ und für die Spieler eine Motivationsspritze", meinte Hochhauser. Sein Kollege Schaaf gestand: "Damit beschäftige ich mich noch nicht. Wir müssen erst einmal weiterkommen. Das wird schwer genug." Die Bremer planen das Debüt von Ümit Davala. Der türkische Nationalspieler hat eine Leistenoperation fast auskuriert und wird erstmals im Kader stehen.

Der FC Schalke 04 reist "ohne Sechs", aber mit einem 2:1-Vorsprung im Gepäck zu Slovan Liberec. Jörg Böhme, Marco van Hoogdalem, Niels Oude Kamphuis, Kristijan Djordjevic sind ebenso verletzt wie Eduardo Alcides und Gustavo Varela. Emile Mpenza gehört am Mittwoch (20.15 Uhr/Eurosport) wieder zum Kader, doch ein Einsatz von Beginn an ist unwahrscheinlich. "Zu Hause ist Slovan zu packen. Davon bin ich fest überzeugt", verbreitete Heynckes Zuversicht. Die Hoffnungen ruhen auf Hamit Altintop, der mit zwei Toren beim Bundesligastart einen glänzenden Einstand hatte.

Der VfL Wolfsburg ist sorgenfrei. Das 4:1 bei Cibalia Vinkovci gibt Trainer Jürgen Röber Gelegenheit, am Mittwoch (18.30 Uhr) einige Spieler aus der "zweiten Reihe" zu testen. "Sie können jetzt zeigen, dass sie zurecht Ansprüche anmelden", meinte der VfL-Coach, der auch das Rückspiel unbedingt gewinnen will: "Das Finale im UI Cup ist entscheidend für uns und im Augenblick wichtiger als die Bundesliga." Röber wird wahrscheinlich Neuerwerbung Andres DAlessandro schonen. Der Argentinier hat mit seiner Mutter ein Haus in Fallersleben bezogen und soll sich erst einmal in Wolfsburg eingewöhnen.

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