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Schalke ringt Gladbach 3:2 nieder

Der FC Schalke 04 hat drei Tage nach der Entlassung von Trainer Jupp Heynckes in die Erfolgsspur zurück gefunden. Trotz zweimaligen Rückstandes bezwang der Revierclub Borussia Mönchengladbach dank einer tollen Moral mit 3:2 (1:1).

dpa GELSENKIRCHEN. Der FC Schalke 04 hat drei Tage nach der Entlassung von Trainer Jupp Heynckes in die Erfolgsspur zurück gefunden. Trotz zweimaligen Rückstandes bezwang der Revierclub Borussia Mönchengladbach dank einer tollen Moral mit 3:2 (1:1).

Vor 61 524 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Arena Aufschalke ging Gladbach durch Bernd Korzynietz (5.) und Oliver Neuville (47.) zwei Mal in Front. Doch Christian Pander (34.), Gustavo Varela (60.) und Ebbe Sand (66.) machten in einem mitreißenden Bundesligaspiel den zweiten Saisonsieg perfekt.

Interimstrainer Eddy Achterberg, der seit der Heynckes-Entlassung in der Verantwortung steht, lobte vor allem die tolle Einstellung seiner Elf. "Sie hat sich auch nach dem Rückstand nicht aufgegeben und ist zwei Mal zurück gekommen", sagte der 57-Jährige, der sich über den zweiten Erfolg innerhalb von zwei Tage0n freute. Fach stand dagegen der Schrecken ins Gesicht geschrieben: "Wir hätten nach dem 1:0 nachlegen müssen. In der 2. Hälfte haben wir zwei Gegentore wegen mangelhaften Zweikampfverhaltens bekommen. Doch Schalkes Sieg geht in Ordnung."

Achterberg hatte der selben Startformation wie beim 5:1 im Uefa - Cup gegen Liepajas Metalurg nur 45 Stunden zuvor vertraut. Doch noch ehe die Königsblauen sich richtig sortiert hatten, stand es bereits 0:1. Gladbachs Rechtsverteidiger Korzynietz hatte sich im Mittelfeld den Ball geschnappt, einige Schalker umkurvt und aus rund 16 Metern Schalke-Keeper Frank Rost mit einem haltbar scheinenden Schuss überrascht. Die Gastgeber waren so konsterniert, dass sie nur zwei Minuten später beinahe sogar das 0:2 durch Oliver Neuville hinnehmen mussten. Dabei fehlte es in der Vierer-Abwehrkette an der richtigen Abstimmung.

Erst danach fand Schalke besser ins Spiel und setzte die Borussen, die mit Thomas Broich für Ivo Ulich antraten, stark unter Druck. Im Mittelfeld führte der Brasilianer Lincoln Regie und leitete gefährliche Angriffe ein. Nur im Abschluss haperte es zunächst: Weder der agile Uruguayer Varela (9./10./37.) noch Marcelo Boron (16.) und der dreimalige Torschütze vom Donnerstag, Ebbe Sand, vermochten den starken Darius Kampa im Tor zu überwinden. Erst der junge Pander brachte die Schalke-Fans zum Jubeln. Nachdem Bordon zwei Mal aus ähnlicher Position scheiterte, zirkelte der 21 Jahre alte Abwehrspieler das Leder mit einem direkten Freistoß zum hoch verdienten Ausgleich in den Winkel. Für Pander war es das erste Tor im vierten Bundesligaspiel.

Nach dem Wechsel wurde Schalke wieder kalt erwischt. Erneut schien Rost nicht mit einem Fernschuss zu rechnen, Neuville nahm Maß und traf flach ins Eck. So mussten die Schalker, die sich spielerisch wie kämpferisch verbessert zeigten, erneut eine Kräfte zehrende Aufholjagd starten. Die Borussia war vor allem bei Kontern stets brandgefährlich. Dennoch reichte es am Ende nicht zum ersten Sieg auf Schalke seit zwölf Jahren, weil Varela nach einer Stunde seine gute Leistung mit dem 2:2 krönte und Schalkes Publikumsliebling Sand den 3:2-Siegtreffer markierte.

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