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Schalke setzt Siegesserie fort - 2:1 in Hamburg

Der FC Schalke 04 setzt seinen unaufhaltsamen Siegeszug in der Fußball-Bundesliga fort und stoppt den Aufwärtstrend des Hamburger SV unter Trainer Thomas Doll.

dpa HAMBURG. Der FC Schalke 04 setzt seinen unaufhaltsamen Siegeszug in der Fußball-Bundesliga fort und stoppt den Aufwärtstrend des Hamburger SV unter Trainer Thomas Doll.

Mit einem unwiderstehlichen Endspurt sorgten die Gelsenkirchener vor 53 487 Zuschauern in der AOL-Arena nach 0:1-Rückstand durch Tore des eingewechselten Mike Hanke (79.) und Lincoln (81.) für den 2:1 (0:0)-Erfolg. Für Hamburg, das im vierten Spiel zum ersten Mal unter Trainer Doll verlor, hatte Stefan Beinlich (47.) die Führung erzielt. Die "Königsblauen", bei denen Coach Ralf Rangnick im neunten Pflichtspiel unbesiegt blieb, sind durch den Erfolg und dem sechsten Sieg in der Liga nacheinander punktgleich mit Spitzenreiter VfL Wolfsburg. Der HSV bleibt auf Rang 14.

"Ich hätte mir in der ersten Halbzeit ein bisschen mehr Pepp nach vorne gewünscht", sagte Rangnick, dessen Team erstmals unter ihm einen Rückstand aufholen musste. Groß war die Enttäuschung bei den Hamburgern. "Das ist eine Riesenenttäuschung für uns, wir haben alles reingelegt in dieses Spiel", sagte HSV-Torschütze Stefan Beinlich. "Ein Rückschritt war das aber auf alle Fälle nicht."

Den Gelsenkirchenern, die erst am Freitagmorgen vom Uefa-Pokal - Spiel beim schottischen Vertreter Heart of Midlothian zurückgekehrt waren, fehlte in einer aufregenden Partie anfangs die Spielfreude und Frische der vergangenen Partien. Lediglich der seit Wochen in guter Form auflaufende Brasilianer Lincoln sowie später der für den enttäuschenden Ailton eingewechselte Hanke sorgten für Gefahr und nutzten individuelle Fehler in der HSV-Hintermannschaft. "Es gibt nur wenige Spieler in der Bundesliga, die diese Qualitäten wie Lincoln vereinen", lobte Rangnick den Brasilianer.

Hamburg war die lange Zeit spielbestimmende Mannschaft, Torgefahr strahlten die Platzherren aber erst nach dem Seitenwechsel aus. Emile Mpenza, der vor über einem Jahr im Streit die "Königsblauen" verlassen hatte und gegen seinen früheren Club hochmotiviert war, kam erst mit zunehmender Spieldauer in Fahrt, blieb aber ohne Treffer.

Statt des von HSV-Trainer Doll versprochenen Fußball-Festes boten beide Mannschaften zunächst Magerkost. Zwar lauerten die drei Spitzen Ebbe Sand, Gerald Asamoah und Ailton auf ihre Chance, wurden aber von ihren Mitspielern hängen gelassen. Am zweikampfstarken Hamburger Kapitän Daniel van Buyten gab es zudem bei den wenigen Aktionen kein Vorbeikommen. Die größte Gefahr für das Abwehrbollwerk der Hamburger, das bislang in drei Spielen unter dem neuen Coach nur ein Gegentor kassiert hatte, gab es bei einem 20-Meter-Schuss von Lincoln (32.), der das Tor verfehlte.

Die Hamburger kamen mit viel Schwung aus der Kabine. Nach einem Zuspiel von David Jarolim, der sich vor der Pause noch mehrfach zu spät vom Ball getrennt hatte, traf Beinlich aus halblinker Position zur Führung (47.). In der 64. Minute verfehlte ausgerechnet Mpenza bei einem Kopfball das Tor. Hanke (79.) und Lincoln (81.) drehten den Spieß mit einem Doppelschlag um.

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