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Schalke siegt 2:1 durch Asamoahs „Doppelpack“

Mit dem ersten Bundesliga-„Doppelpack“ seiner Karriere bewahrte Gerald Asamoah den FC Schalke 04 beim 2:1 (1:1)-Heimerfolg über den 1. FC Kaiserslautern nicht nur vor einem Fehlstart in die Saison, sondern stellte auch Publikumsliebling Ailton in den Schatten.

dpa GELSENKIRCHEN. Mit dem ersten Bundesliga-"Doppelpack" seiner Karriere bewahrte Gerald Asamoah den FC Schalke 04 beim 2:1 (1:1)-Heimerfolg über den 1. FC Kaiserslautern nicht nur vor einem Fehlstart in die Saison, sondern stellte auch Publikumsliebling Ailton in den Schatten.

Die Klasseleistung des 25 Jahre alte Stürmers vor 60 956 Zuschauern, mit der er dem frisch gekürten "Fußballer des Jahres" die Show gestohlen hatte, war zudem eine Empfehlung an Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Zuletzt hatte Vize-Weltmeister Asamoah, der bislang 18 Länderspiele bestritt und zum letzten Mal am 30. April 2003 das deutsche Trikot trug, keine Rolle mehr im DFB-Team gespielt. Nach längerer Durststrecke und Gewichtsproblemen ist der Schalker Stürmer aber wieder topfit. "Gerald ist körperlich in einer sehr guten Verfassung. Ich freue mich, dass er zwei Tore gemacht hat. Das ist der Lohn für sein großes Engagement und harte Arbeit", meinte Schalke-Trainer Jupp Heynckes.

Der Matchwinner selbst strahlte vor Freude und genoss das Lob. "Mich hatte doch keiner mehr auf der Rechnung, nachdem man Ailton geholt hatte", sagte Asamoah, der so beweglich und spritzig wirkte wie lange nicht mehr. Beweis dafür war sein Ausgleichstreffer: einen von Mladen Krstajic Richtung Torauslinie geköpften Ball gab er nicht verloren, setzte nach und schob im Fallen aus spitzem Winkel ein (25.). Dass Asamoah, der nicht gerade als "eiskalter Vollstrecker" à la Ailton gilt, auch den Siegtreffer (65.) erzielte, rundete seine tolle Vorstellung ab.

Asamoah ist entschlossen, den Kampf um den zweiten Stürmerplatz neben Ailton aufzunehmen, der vor dem Anpfiff als "Fußballer des Jahres" ausgezeichnet worden war. Obwohl dem Ex-Bremer und Torschützenkönig der Vorsaison erneut die Bindung zum Spiel fehlte, er wenig gute Szenen hatte und missmutig in die Kabine stampfte, lässt Asamoah auf seinen Nebenmann nichts kommen: "Die Abwehrspieler konzentrieren sich auf Toni. Davon profitiere ich." Dennoch müsse man Ailton noch besser einsetzen und mit den richtigen Vorlagen füttern. "Aber Toni soll ruhig bleiben, irgendwann macht er die Dinger rein", meinte Asamoah.

Für die Pfälzer lohnte sich die Fahrt nach Schalke einmal mehr nicht. Zwar zeigte sich der FCK im Vergleich zur 1:3-Auftaktpleite gegen Nürnberg vor allem in der Defensive stark verbessert. Unter dem Strich stehen aber null Punkte nach zwei Spielen. Dimitrios Grammozis sah in seinem ersten Spiel seit März auch noch "Rot" (72.) und zog sich wegen des "dummen Fouls" den Zorn seines Trainers Kurt Jara zu.

Keine Freude kam beim Ex-Schalker Jochen Seitz trotz seines Führungstreffers (18.) auf: "Ein Sieg wäre mir lieber gewesen." Kurz nach seinem 1:0 am Oberschenkel verletzte sich Seitz und musste ausgewechselt werden sowie später auch noch Bill Tchato wegen einer Hüftprellung. Trotz des Fehlstarts hatte FCK-Coach Jara Fortschritte ausgemacht: "Außerdem haben wir nicht gegen irgendwen gespielt, sondern gegen Schalke, die den Anspruch haben, im nächsten Jahr in der Champions League zu spielen."

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