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Schalker Siegesserie hält an

Vor wenigen Wochen lag die königsblaue Seele noch am Boden. Sechs Spieltage später juchzt die Schalker Seele nach vier Siegen in Serie wieder.

dpa NÜRNBERG. Vor wenigen Wochen lag die königsblaue Seele noch am Boden. Sechs Spieltage später juchzt die Schalker Seele nach vier Siegen in Serie wieder.

Nach nur einem Sieg aus vier Spielen stand der FC Schalke 04 auf einem Abstiegsplatz, mit sieben Punkten Rückstand auf Bundesliga-Tabellenführer VfB Stuttgart weit entfernt von der Spitze und den eigenen Ansprüchen. Und nun, nach dem 2:0- Auswärtserfolg bei Aufsteiger 1. FC Nürnberg, darf der neue Schalker Trainer Ralf Rangnick ausgerechnet seine alten Stuttgarter zum Spitzenspiel bitten.

Erst zum Monatsanfang wurde Rangnick Nachfolger von Jupp Heynckes - und schon hat er sich in den Geschichtsbüchern des Altmeisters verewigt. Als erstem Coach seit Ivica Horvat in der Saison 1971/72 gelang es Rangnick, mit vier Bundesliga-Siegen zu starten. Vor allem die hoch gelobte Offensiv-Abteilung ist erst unter dem 46-Jährigen in Schwung gekommen: Gerald Asamoah wirbelte auch die FCN-Abwehrreihe durcheinander, Ebbe Sand ist auf dem Weg zurück zu alter Stärke - und Ailton traf nach seinem Tor-Einstand zum zweiten Mal in vier Tagen. "Toni wird ab jetzt nur noch sportlich von sich reden machen", wusste Rangnick schon vor dem "Club"-Spiel.

"Nun gilt die ganze Konzentration dem Spiel gegen Stuttgart", hakte Rangnick den zweiten Auswärtssieg hintereinander rasch ab. Nach der frühen Führung durch Ailton (9./Foulelfmeter) und zwei Platzverweisen für die Heim-Elf war das Spiel spätestens mit dem 2:0 direkt vor der Pause durch Sand (45.) nach Asamoahs Vorarbeit entschieden. "Die zweite Halbzeit war kein richtiges Fußballspiel mehr", befand Rangnick nach dem "Pflichtsieg" im Schongang.

Ausgerechnet Abwehrchef Tomasz Hajto, der zu Saisonbeginn von den "Knappen" zum FCN gewechselt war, hatte die zweite Heim-Niederlage seines Teams eingeläutet. Kurz nach der Führung seiner Ex-Kollegen vertändelte der Routinier als letzter Mann den Ball gegen Lincoln, riss diesen um und musste folgerichtig das Feld verlassen. "Hajto hat uns mit der Roten Karte geschwächt", schimpfte Trainer Wolfgang Wolf über die fahrlässige Aktion seines erfahrenen Abwehrchefs.

Für Diskussionsstoff sorgte dagegen die Hinausstellung von Thomas Paulus. Bei seinem erst zweiten Erstliga-Einsatz sah der 22-jährige Verteidiger in der 33. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. "Das war doch erst mein zweites Foul", klagte der Nürnberger - und erhielt Beistand von allen Seiten: Als "hart" bewertete Rangnick die Hinausstellung, Wolf vermisste Fingerspitzengefühl bei Schiedsrichter Lutz Michael Fröhlich: "Die Gelb-Rote Karte war völlig überzogen."

Nach der zweiten Niederlage binnen vier Tagen steht der "Club" plötzlich wieder nur knapp vor den Abstiegsrängen. Wolf richtete deshalb nach dem rundum missratenen Abend schnell den Blick auf die wichtige Partie beim Tabellenvorletzten Hansa Rostock. "Wir haben schon einige Genickschläge einstecken müssen, werden uns aber auch von diesem wieder erholen und in Rostock wieder auferstehen."

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