Archiv
Schalkes Pander freut sich auf Asienreise

Er gehört zu den Entdeckungen der Saison und steht längst im Notizbuch von Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Nun blickt „Shooting-Star“ Christian Pander vom FC Schalke 04 erwartungsfroh der unverhofften Reise mit der Nationalmannschaft nach Asien entgegen.

dpa GELSENKIRCHEN. Er gehört zu den Entdeckungen der Saison und steht längst im Notizbuch von Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Nun blickt "Shooting-Star" Christian Pander vom FC Schalke 04 erwartungsfroh der unverhofften Reise mit der Nationalmannschaft nach Asien entgegen.

Für den 21 Jahre alten Linksfuß war die Nominierung für die drei Länderspiele in Japan, Südkorea und Thailand wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: "Ich freue mich total. Ich hatte damit wirklich nicht gerechnet."

Noch vor einigen Monaten kickte Pander bei den Amateuren des FC Schalke 04 in der Regionalliga. Doch seit diesem Sommer ist der U 21-Nationalspieler (5 Einsätze) fester Bestandteil des Profi-Kaders und hat sich beim Revierclub einen Stammplatz erkämpft. In der Bundesliga-Hinrunde bestritt er bislang 14 von 16 Spielen, schoss ein Tor und gehörte wie auch im Uefa-Cup oft zu den besten Schalkern. Sein internationales Debüt feierte Pander, der 2001 vom Regionalligisten Preußen Münster ins Revier wechselte, sogar schon im September 2002 noch unter Trainer Frank Neubarth gegen den FC Gomel.

Dass ihm Neubarth-Nachfolger Jupp Heynckes gleich zum Saisonauftakt das Vertrauen schenkte, hatte der 21-Jährige seinen guten Auftritten in der Vorbereitung, bei Testspielen und im UI-Cup zu verdanken. "Ich hatte das Glück, dass ich bei meinen Einsätzen ganz gut gespielt habe." Seitdem beackert der 1,86 m große Athlet, der über einen präzisen und harten Linksschuss verfügt, die linke Außenbahn und ließ Jörg Böhme keine Chance auf eine Rückkehr.

Auch Ralf Rangnick wurde schnell von Panders Vorzügen überzeugt. "Der Christian weiß noch noch gar nicht, wie gut er eigentlich ist", meinte der Trainer. "Er ist ein hoch talentierter Spieler auf dieser Position. Ich kenne in der Bundesliga kaum einen Spieler, der aus vollem Lauf solche Flanken schlagen kann."

Rangnick freut sich mit Pander über dessen Aufstieg, "denn jeder Nationalspieler hat etwas damit zu tun, wie Schalke spielt. Für ihn hat der Asientrip den Charakter einer Bildungsreise. Er kann im Kreis der anderen Nationalspieler dazulernen und reinschnuppern." Allerdings gewinnt er der Berufung des Talents ins Klinsmann-Team nicht nur Positives ab: "Zuletzt sind viele junge Spieler in der Nationalelf zum Einsatz gekommen. Man kann immer darüber diskutieren, ob so etwas nicht zu früh kommt."

So konsequent und aggressiv Pander die gegnerischen Stürmer ausschaltet, so bescheiden und zurückhaltend ist er in seinem öffentlichen Auftreten. Er ist klug genug, nicht alles auf die Karte Profifußball zu setzen. Die Abschlussprüfungen zum Groß- und Außenhandelskaufmann hat er zwar zurückgestellt, als der Profivertrag winkte, aber "abgehakt ist das Thema nicht". Er weiß, dass ein zweites Standbein sinnvoll ist. Auch weil seine Karriere vor zwei Jahren wegen Leisten- und Bandscheibenprobleme auf Grund eines Beckenschiefstands gefährdet war. Neun Monate fiel er aus.

"An meiner sportlichen Karriere habe ich nie gezweifelt. Aber man hat gesehen, wie schnell alles vorbei sein kann. Deswegen bin ich vorsichtiger geworden", sagt Pander. Im Moment läuft es für ihn und Schalke wie geschmiert. Doch ist das kein Grund abzuheben. So ist die WM 2006 bisher nicht mehr als ein Traum. "Ich will mich dauerhaft in der Bundesliga durchsetzen. Alles andere wird man sehen."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%