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Scharapowa spendet - Pakistan will Benefizspiel

Die Flutkatastrophe in Südostasien führt im Sport zu immer mehr Hilfsaktionen. Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa spendete für die thailändischen Opfer 10 000 Dollar (7 350 Euro). Die 17-jährige Russin übergab das Geld in Bangkok an Ministerpräsident Thaksin Shinawatra.

dpa BERLIN. Die Flutkatastrophe in Südostasien führt im Sport zu immer mehr Hilfsaktionen. Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa spendete für die thailändischen Opfer 10 000 Dollar (7 350 Euro). Die 17-jährige Russin übergab das Geld in Bangkok an Ministerpräsident Thaksin Shinawatra.

Die Tennisspielerin hält sich in Thailand auf, wo sie ein Showmatch gegen die frühere Weltranglistenerste Venus Williams (USA) bestreiten wird. Beide Asse wollen sich auch zu Werbezwecke für den Tourismus in Thailand nach der Katastrophe zur Verfügung stellen.

Der FC Everton steht an der Spitze mehrerer englischer Profi-Fußballvereine, die Spendenkonten eingerichtet haben. Das Team aus Liverpool hat einen Sponsor aus Thailand, wo englischer Fußball dank der Fernsehübertragungen sehr populär ist. Evertons Vereinsführung kündigte an, weitere Clubs aus der Premier League wegen finanzieller Hilfe für die Opfer anzusprechen.

Auch im Cricket zeichnet sich bemerkenswerte Hilfe ab. Pakistans Verband schlug ein für wohltätige Zwecke bestimmtes Drei-Nationen- Turnier mit dem verfeindeten Nachbarn Indien und Sri Lanka vor. "Wir haben Indiens Verbandspräsident in einem Brief gebeten, sich dieser edlen Sache anzuschließen", erklärte ein Verbandssprecher in Pakistans Hauptstadt Islamabad.

Englands Nationalspieler und der Verband spendeten am Rande ihrer Tournee durch Südafrika umgerechnet 28 000 Euro. Die traditionell zahlreichen englischen Cricket-Fans wollen mit Spenden und Versteigerungen von Spieler-Utensilien noch einmal die gleiche Summe sammeln. Das englische Team spielte im vergangenen Jahr unter anderem in Galle im Süden Sri Lankas, das schwere Schäden durch die Flut erlitt. Auch das Cricket-Stadion der Stadt ist davon betroffen.

Wegen der immer weiter steigenden Opferzahlen in der Heimat entschloss sich die Cricket-Nationalmannschaft Sri Lankas nun doch, ihre Länderspielreise durch Neuseeland abzubrechen. "Wir sind sehr erleichtert. Niemand konnte an Cricket denken", sagte Teammanager Brendon Kuruppu laut BBC in Auckland. Die Mütter zweier Spieler waren durch die Flutwelle am Sonntag verletzt worden. Allerdings wird die Mannschaft erst am Samstag daheim eintreffen, da zuvor keine Flüge verfügbar waren.

Das Halbfinal-Rückspiel um den Tiger Cup zwischen den Fußball- Nationalmannschaften aus Malaysia und Indonesien wurde wegen der Katastrophe um zwei Tage auf den 3. Januar verschoben.

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