Scharfe Angriffe gegen CDU/CSU
Grüne stellen sich vor Fischer und Trittin

ddp BIBERACH. Mit scharfen Angriffen gegen die Union und Schützenhilfe für Außenminister Joschka Fischer (Grüne) haben Spitzenpolitiker der Grünen die Faschingszeit ausklingen lassen. Beim Politischen Aschermittwoch im oberschwäbischen Biberach stellten sich Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch und der Parteivorsitzende Fritz Kuhn sowie weitere Spitzenvertreter erneut demonstrativ hinter Fischer. Zugleich warfen sie der CDU vor, die Sachpolitik zu vernachlässigen und eine ganze Generation zu verunglimpfen.

Schlauch bezeichnete die Oppositionspolitik der CDU als "abgeschmackt". Statt in den "Annalen von vor 30 Jahren herumzuwühlen" und sich mit "Sandkastenspielen" über den künftigen Kanzlerkandidaten zu beschäftigen, sollte sich die CDU lieber auf die Rolle einer "wirklichen Opposition" besinnen. Eine Opposition sei wichtig für die in der Verfassung garantierte Demokratie. Bei der gegenwärtigen Lage könne jedoch "mangels Opposition fast von einem Verfassungsnotstand" gesprochen werden.

CDU habe die Sachpolitik vergessen

Kuhn hielt der CDU ebenfalls vor, die Sachpolitik zu vergessen. Zu den Angriffen gegen Fischer sagte der Parteichef, "halb langweilt es mich und halb widert es mich an". Fischer habe nie einen Hehl aus seiner Vergangenheit gemacht. Die CDU habe offensichtlich Schwierigkeiten mit den Erfolgen der rot-grünen Bundesregierung.

Auch die Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast stärkte dem Außenminister den Rücken. Angesichts der Spendenaffäre sei es absurd, dass ausgerechnet die CDU den Grünen erzählen wolle, was gut und richtig sei. "Von denen lasse ich mir nichts sagen", hob die Ministerin hervor. Sowohl der Union als auch der FDP warf Künast zudem Konzeptlosigkeit vor. Mit Blick auf die Unions-Führung sprach sie von einer "Narrentruppe wie im Kölner Karneval". Joschka Fischer selbst wurde am Nachmittag auf der Veranstaltung in Biberach erwartet.

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