Scharfe Kritik am neuen DGB-Chef Sommer
BDI-Chef nennt Große Koalition „Notprogramm“

BDI-Präsident Michael Rogowski hat eine Große Koalition nach der Bundestagswahl im September als absolutes Notprogramm bezeichnet.

wiwo/ap BERLIN. In einer Großen Koalition bestehe die Gefahr, dass man sich auf den geringst möglichen Nenner einige, sagte Rogowski am Freitag im Berliner Inforadio. Der neue DGB-Chef Michael Sommer hatte eine Koalition von Union und SPD ins Gespräch gebracht.

Zugleich übte Rogowski scharfe Kritik an Sommer und warf ihm "rückwärts gewandte Luftschlösser" vor, die keine Chance zur Belebung des Arbeitsmarkt böten. "Wenn er meint, er könne noch mehr Staat fordern oder müsse das tun, wenn er meint, überall die 35-Stunden-Woche durchsetzen zu sollen, wenn er der Meinung ist, dass noch mehr Staat in der Krankenversicherung notwendig sei, oder in den sozialen Sicherungssystemen insgesamt, dann glaube ich, ist das genau die falsche Richtung", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Rogowski betonte die Unterschiede des BDI zum Deutschen Gewerkschaftsbund. Der BDI wolle weder den Sozialstaat demontieren, noch wolle man dem Einzelnen Unzumutbares abfordern: "Wir sind aber der Meinung, dass nicht mehr Staat, sondern weniger Staat die richtige Richtung ist. Und damit sind wir diametral unterschiedlicher Meinung." Zudem kritisierte der BDI-Chef das Bündnis für Arbeit, das nicht viel bewirkt habe.

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