Scharfe Kritik
Deutsche Bank wird vom Markt abgestraft

Das Papier der Deutschen Bank hat am Donnerstag unter Druck gestanden. Der Titel gab bis 12.33 Uhr 2,51% auf 76,48 ? nach. Gleichzeitig verlor der Dax 1,56% auf 5 527,15 Punkte. Händler begründeten die Verluste mit einer "regelrechten Abstrafung für den Verkauf der T-Aktien" durch den Markt. Die Deutsche Bank hatte am Dienstag 44 Mill. Aktien der Deutschen Telekom verkauft, obwohl sie das Papier am Montag noch zum Kauf empfohlen hatte.

dpa-afx FRANKFURT. "Der Markt ist richtig sauer auf die Deutsche Bank", sagte Knut Hochwald von der Hamburger Sparkasse. Die Aktion sei "unterste Schublade" gewesen. Auch andere Händler verwiesen auf die massiven Verkäufe der T-Aktien durch die Deutsche Bank. Von Unternehmensseite dagegen gebe es keine Neuigkeiten, hieß es.

Auch Politiker der Regierungskoalition hatten einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge die Deutsche Bank wegen ihres Vorgehens beim Handel mit Telekom-Aktien scharf kritisiert. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Werner Schulz, bezeichnete die Transaktion als einen "Schlag ins Gesicht der Kleinaktionäre". Er forderte eine Prüfung des Vorgangs durch die Börsenaufsicht. Der finanzpolitische Sprecher der SPD, Joachim Poß, sagte, der Gesetzgeber müsse überlegen, wie er Anleger besser vor solchen Aktionen schützt.

Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte gegenüber dem Blatt, das Geldinstitut habe den Posten nicht auf eigene Rechnung angeboten: "Wir haben nur im Kundenauftrag gehandelt.

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