Scharfe Sicherheitsmaßnahmen in New York
Angst vor Anschlägen in den USA

Nach einer Terrorwarnung sind in New York die schärfsten Sicherheitsmaßnahmen seit dem 11.September ergriffen worden. An vielen Brücken und Tunnels der US-Metropole standen Wachposten, die verdächtig erscheinende Fahrzeuge stoppten und durchsuchten.

dpa NEW YORK. Auch bekannte Gebäude und Wahrzeichen wie die Freiheitsstatue wurden zusätzlich gesichert.

An zahlreichen Orten kam es zu Verkehrsbehinderungen, vor allem an der Brooklyn Bridge. Sie musste am Mittwoch nach dem Fund eines verdächtigen Päckchens, das sich aber als harmlos herausstellte, vorübergehend geschlossen werden.

Die Warnung wurde am Dienstag vom Bundeskriminalamt FBI ausgegeben - wenige Tage vor einem Feiertagswochenende mit vielen patriotischen Veranstaltungen und starkem Reiseverkehr. Wie das FBI mitteilte, liegen der Behörde "unbestätigte und vage Informationen" über eine mögliche Bedrohung städtischer Wahrzeichen vor. Nach Medienberichten stammen die Hinweise von einem der Häftlinge auf dem kubanischen Luftwaffenstützpunkt Guantanamo Bay, wo zahlreiche mutmaßliche Mitglieder der Terror-Organisation El Kaida festgehalten werden.

Die New Yorker Polizeiführung betonte mehrfach, dass es sich um eine "allgemeine" und durch nichts untermauerte Warnung handele. Man wolle aber keinerlei Risiko eingehen und sei für "alle Eventualitäten" gerüstet. Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, es gebe keinen Grund für die Bevölkerung und Besucher, den geplanten Veranstaltungen zum Feiertag Memorial Day fernzubleiben. Dazu zählt die am Mittwoch begonnene so genannte Fleet Week mit einer Flottenparade auf dem Hudson als Höhepunkt. Der Feiertag ist dem Gedenken der Kriegsopfer gewidmet. Hunderttausende von Amerikanern nutzen das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub.

Der Terror-Alarm für New York folgte einer Serie von Warnungen aus Kreisen der US-Regierung und des FBI vor neuen Anschlägen. So hatten Vizepräsident Richard Cheney weitere Attacken als so gut wie sicher und FBI-Chef Robert Mueller Selbstmordanschläge ähnlich wie in Israel als "unausweichlich" bezeichnet. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wiederum geht fest davon aus, dass Terroristen früher oder später auch in den Besitz von Massenvernichtungsmitteln wie Atomwaffen gelangen werden.

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