Scharfe Töne gegenüber USA
Nordkorea droht offen mit Atomwaffen-Herstellung

Im Konflikt um sein Atomprogramm hat Nordkorea erstmals öffentlich zugegeben, Atomwaffen entwickeln zu wollen.

dpa SEOUL. Das Land trachte nach einer nuklearen Abschreckung, um damit langfristig seine konventionellen Waffen zu verringern und menschliche Ressourcen und Gelder für die wirtschaftliche Entwicklung freizusetzen, hieß es am Montag zur Begründung in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Nordkorea habe keine andere Wahl, als eine "nukleare Abschreckungsmacht" aufzubauen, falls die USA weiter an ihrer feindlichen Politik gegenüber Pjöngjang festhielten und das kommunistische Land mit Nuklearwaffen bedrohten.

"Die Absicht der Volksrepublik (Nordkorea), nukleare Abschreckungskräfte aufzubauen, zielt nicht darauf, andere zu bedrohen und zu erpressen", meldete KCNA. Nordkorea hatte nach amerikanischen Angaben im April bei ersten direkten Gesprächen über den Atomstreit eingestanden, bereits über Kernwaffen zu verfügen.

In dem KCNA-Bericht vom Montag wurde auch Nordkoreas Bereitschaft zu Verhandlungen mit den USA über eine Beilegung der Krise bekräftigt. Pjöngjang hatte den USA wiederholt Angriffsabsichten unterstellt. Die USA betonen dagegen, den Atomstreit in Zusammenarbeit mit anderen Ländern auf diplomatischem Wege beilegen zu wollen. Washington fordert jedoch von Nordkorea die nachweisbare Einstellung des Atomprogramms als Vorbedingung für Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Hilfe für das verarmte Land.

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