Scharfer Wettbewerb in der Branche
Marbert plant Ausbau des Investment-Geschäfts

Die Kosmetik Marbert AG-Gruppe will nach den Worten des Vorstandschefs Piofrancesco Borghetti zunehmend als Investmentgesellschaft arbeiten, um die Ertragskraft des Konzerns zu sichern. Durch die Vielfalt der Kosmetikprodukte unterliege die Branche einem scharfen Wettbewerb und kämpfe mit den Gewinnmargen, sagte Borghetti am Dienstag in Düsseldorf weiter.

Reuters DÜSSELDORF. 2000 habe Marbert denn auch in seinem "industriellen Geschäft" mit Kosmetikprodukten einen Verlust von etwa 20 Mill. DM verbucht. Allein der Verkauf des Modefilialisten Jean Pascale (JP) an die Wiland SA in Luxemburg für 42 Mill. DM habe zu einem Überschuss von 25,2 (Vorjahr 31,8) Mill. DM geführt. Ziel in 2001 sei die Ertragswende im industriellen Geschäft, hieß es weiter.

Die Wiland SA wird mehrheitlich von den Gesellschaftern der Scent SA kontrolliert, hinter der Borghetti und die italienischen Kreditinstitute Banca Commerciale und Interbanca mit je 21 % der Anteile stehen.

Als Probeeinstieg bezeichnete Borghetti den Erwerb von 75 % an der jüngst gegründeten Macrosauce GmbH, die Softwaresysteme für den Gastronomiebereich entwickelt und die Marke Planet Pasta besitzt. Unter diesem Logo werde Marbert im Juni zwei Schnellrestaurants in Nürnberg eröffnen. Weitere Filialen in verschiedenen Einzelhandelszentren seien geplant.

Kooperationen und Joint-Ventures

Im angestammten Geschäft mit Kosmetikprodukten setzt Borghetti auf Kooperationen und Joint-Ventures. In dieser Branche gebe es keine Chancen für kleine Strukturen, sagte er. Mit dem neuen Kaufhalle-Eigner Gruppo Coin habe Marbert eine Partnerschaft geschlossen und werde mit Limoni, dem Marktführer in Italien, innerhalb der kommenden drei Jahre an 94 Standorten "Points of Sale" eröffnen.

Im Jahr 2000 hatte Marbert nach den Angaben einen Umsatz von 122,3 (296,1) Mill. DM erzielt. Als Gründe für den Rückgang nannte Finanzvorstand Alberto Cavalli die Ausgliederung der umsatzstarken Grasso/Limoni sowie den Wegfall der Marbert- Produkte in Douglas Douglas-Filialen. habe die Profitmargen für Marbert-Produkte drücken wollen, daher habe man auf eine weitere Kooperation verzichtet, sagte Borghetti. Das im vergangenen Jahr erzielte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde mit 26,1 (0,1) Mill. DM beziffert. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 3,65 (5,05) DM.

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