Scharon berät
Elf Tote bei Selbstmordanschlag in Jerusalem

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat sich am Donnerstagmorgen in einem voll besetzten Linienbus in Jerusalem in die Luft gesprengt und elf Israelis mit in den Tod gerissen.

HB/dpa JERUSALEM/GAZA. Bei dem Attentäter handelte es sich nach offiziellen Angaben um einen 23-Jährigen aus Bethlehem südlich von Jerusalem. Ein Sprecher der extremistischen Hamas-Organisation begrüßte den Anschlag und kündigte eine Fortsetzung der Gewalt an.

Israels Ministerpräsident Ariel Scharon rief am Morgen die wichtigsten Minister seines Kabinetts zu einer Sondersitzung zusammen, um über Vergeltungsmaßnahmen zu beraten. Unter den Toten war auch ein 13-jähriges Mädchen. Mindestens 35 Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, sieben von ihnen schwebten in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. An Bord des Busses befanden sich auch zahlreiche Kinder und Studenten.

Der Selbstmordattentäter war zum Beginn des Berufsverkehrs um 07.15 Uhr Ortszeit (06.15 MEZ) unbemerkt in den Bus gestiegen und hatte sich im Stadtteil Kiriat Menachem kurz vor einer Haltestelle im Vorderteil des Fahrzeugs in die Luft gesprengt.

Es war das erste Selbstmordattentat in Jerusalem seit vier Monaten. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen gab es keinerlei Vorwarnungen auf einen möglichen Anschlag.

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