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Scharon kämpft in eigener Partei für große Koalition

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat seine Likud-Partei am Mittwoch angesichts einer drohenden Abstimmungsniederlage zur Unterstützung einer neuen Koalition aufgerufen.

dpa TEL AVIV. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat seine Likud-Partei am Mittwoch angesichts einer drohenden Abstimmungsniederlage zur Unterstützung einer neuen Koalition aufgerufen.

Scharon, der auf einem Parteitag in Tel Aviv sprach, warf seinen innerparteilichen Gegnern Rebellion, Extremismus und eine unverantwortliche Oppositionshaltung vor. "Im Leben einer Nation gibt es Momente, in denen schwierige Entscheidungen zu treffen sind", sagte Scharon.

Auf die Verhandlungen über eine Koalition mit der Arbeitspartei, an der sich der neuen Konflikt entzündet hatte, ging Scharon nicht ein. Gegner einer Zusammenarbeit mit der Mitte-Links-Partei wollten die Delegierten zu einer Absage bewegen, während Scharon einen politischen Partner für die von ihm angekündigte Räumung des Gazastreifens benötigt. Im Streit um die Räumung waren kleinere Koalitionspartner Scharons aus der Regierung ausgeschieden.

Auf dem Parteitag mit 3000 Delegierten hielten Unterstützer und Gegner Scharons leidenschaftliche Reden. Das Ergebnis der bevorstehenden Abstimmung ist für Scharon formal nicht bindend.

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