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Scharon kündigt erneut Bekämpfung militanter Palästinenser an

Nach dem neuen Selbstmordanschlag hat der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon erneut ein hartes Durchgreifen gegen palästinensische Extremisten angekündigt. Israel werde den palästinensischen Terror „aller Macht“ bekämpfen, sagte Scharon.

dpa JERUSALEM. Nach dem neuen Selbstmordanschlag hat der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon erneut ein hartes Durchgreifen gegen palästinensische Extremisten angekündigt. Israel werde den palästinensischen Terror "aller Macht" bekämpfen, sagte Scharon.

Eine palästinensische Selbstmordattentäterin hat am Mittwoch in Jerusalem zwei israelische Grenzsoldaten mit sich in den Tod gerissen. Am Abend rückten israelische Truppen mit Panzern in das Flüchtlingslager Chan Junis im Gazastreifen vor, berichteten Augenzeugen. Ein Kampfhubschrauber habe eine Rakete abgefeuert.

Die 18-jährige Attentäterin zündete ihre fünf Kilogramm schwere Bombe an einer Haltestelle, an der Soldaten auf Mitfahrgelegenheiten warten, wie die israelische Polizei mitteilte. Die Attentäterin Seineb Abu Salem stammte aus einem Flüchtlingslager bei Nablus und war Mitglied der Fatah-Bewegung des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat. Zu dem ersten tödlichen Anschlag in Jerusalem seit sieben Monaten bekannten sich die Fatah-Splittergruppe Al-Aksa-Brigaden. Die Explosion verletzte 17 Menschen. Die Al-Aksa-Brigaden hatten Israel Rache angekündigt, nachdem die Armee im Westjordanland binnen einer Woche acht führende Mitglieder der Gruppe getötet hatten.

Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kureia kritisierte den Anschlag in Jerusalem. In einer Stellungnahme seines Büros in Ramallah hieß es, Anschläge dieser Art seien gegen die "nationalen Interessen" der Palästinenser und lieferten Israel einen Vorwand, seine Militäraktionen in den Palästinensergebieten fortzusetzen.

Israelische Soldaten erschossen am Mittwoch im Norden des Gazastreifens einen militanten Palästinenser. Der Mann habe sich unweit des Eres-Übergangs im Morgennebel einem Zaun genähert, um eine Bombe zu legen, teilte das Armeehauptquartier in Tel Aviv mit. Palästinenser erklärten, der Getötete habe dem bewaffneten Arm des Islamischen Dschihad angehört.

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