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Scharon sieht 2005 als historische Chance für Frieden

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon sieht das kommende Jahr als historische Chance für eine Friedenslösung in Nahost.

dpa HERZLIA. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon sieht das kommende Jahr als historische Chance für eine Friedenslösung in Nahost. Auf einer israelischen Strategie-Konferenz in Herzlia rief der Regierungschef dazu auf, die Möglichkeiten nach dem Tod des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat zu nutzen.

Die Palästinenserführung müsse den Terror beenden. "Zusammen werden wir einen Weg finden, wie beide Völker in Sicherheit und Frieden auf diesem Land leben können", sagte er.

Der britische Premierminister Tony Blair wird am kommenden Mittwoch zu einem Besuch in den Palästinensergebieten erwartet, wo er unter anderem über die von ihm vorgeschlagene Einberufung einer internationalen Nahost-Konferenz sprechen will. Frankreich erhoffe sich von der Wahl eines Palästinenserpräsidenten am 9. Januar einen neuen Impuls für den Nahostfriedensprozess, sagte unterdessen der französische Außenminister Michel Barnier in Washington.

Scharon bekräftigte in Herzlia seinen Plan für einen Abzug aus dem Gazastreifen, der das israelische Volk gegen eine radikale Minderheit vereint habe. Es gebe eine Chance auf einen historischen Durchbruch im Verhältnis zu den Palästinensern, die Möglichkeit einer neuen Partnerschaft mit der internationalen Gemeinschaft und Aussicht auf wirtschaftliche Entwicklung in Israel. "Wir werden alles tun, um dieses Jahr der Möglichkeiten nicht zu einem Jahr der vertanen Chancen zu machen", sagte Scharon.

Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat sagte: "Scharon hat nichts Neues vorgebracht. Er kommt nicht mit einer neuen Lösung, sondern er diktiert den Palästinensern seine Lösung, die er mit US-Präsident George W. Bush abgestimmt hat." Ein Sprecher der radikal- islamischen Hamas-Organisation sagte in Gaza, Scharons Äußerungen reflektierten "das wirkliche Bild des falschen Friedens, den der Feind will". Die Palästinenser würden den bewaffneten Widerstand fortsetzen.

Israelische Soldaten erschossen in der Nacht zum Donnerstag im Gazastreifen einen militanten Palästinenser. Nach palästinensischen Angaben wurde das Mitglied der radikalen Gruppe Islamischer Dschihad bei einem versuchten Angriff auf Soldaten in der Nähe von Kissufim getötet. Dort waren zuvor bereits zwei weitere militante Palästinenser erschossen worden, nachdem sie über einen Sicherheitszaun geklettert waren.

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