Scharon will am Nachmittag über Vergeltung beraten
Hamas bekennt sich zu Anschlag in Netanja

Die radikale Palästinenserorganisation Hamas hat sich am Freitag in Ramallah zu dem Selbstmordanschlag bekannt, bei dem der Täter in Netanja vier Menschen mit in den Tod riss. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon wollte am Nachmittag mit seinen wichtigsten Ministern über einen Vergeltungsangriff der Armee beraten, wie seine Kanzlei mitteilte.

afp RAMALLAH/JERUSALEM. An dem Treffen in Tel Aviv sollten Außenminister Schimon Peres und Verteidigungsminister Binjamin Ben Elieser sowie ranghohe Vertreter der Sicherheitskräfte teilnehmen. Ein israelischer Abgeordneter machte die palästinensische Autonomiebehörde für den Selbstmordanschlag in Netanja verantwortlich.

Die Behörde von Palästinenserpräsident Jassir Arafat trage die Verantwortung für solche Verbrechen, sagte Dan Meridor, Vorsitzender des Verteidigungs- und Außenausschusses im israelischen Parlament, am Donnerstag. Zur Begründung sagte er, die Autonomiebehörde lasse "Terroristen" der radikalen Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad frei, die palästinensischen Sicherheitsdienste arbeiteten mit den Extremisten zusammen und der palästinensische Rundfunk rufe zur Gewalt auf.

Bei dem Anschlag in einem Einkaufszentrum in der Küstenstadt Netanja wurden mindestens fünf Menschen getötet, unter ihnen der palästinensische Attentäter. Mindestens 47 Menschen wurden verletzt. Einer der Verletzten schwebte nach Krankenhausangaben in Lebensgefahr. Es war bereits der dritte tödliche Anschlag in Netanja seit Beginn des Palästinenseraufstandes Ende September.

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