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Scharon will nach Niederlage Koalition vergrößern

Nach einer klaren Schlappe im Parlament will sich Israels Ministerpräsident Ariel Scharon um die Ausweitung seiner Regierungskoalition bemühen. Scharon setzte Gespräche mit der oppositionellen Arbeitspartei sowie der strengreligiösen Fraktionen Schas und Vereinigtes Thora-Judentum an.

dpa JERUSALEM. Nach einer klaren Schlappe im Parlament will sich Israels Ministerpräsident Ariel Scharon um die Ausweitung seiner Regierungskoalition bemühen. Scharon setzte Gespräche mit der oppositionellen Arbeitspartei sowie der strengreligiösen Fraktionen Schas und Vereinigtes Thora-Judentum an.

Das berichteten israelische Medien am Dienstag. Gleichzeitig lehnte er am Dienstag Forderungen nach einer Volksbefragung zu seinem umstrittenen Abzugsplan für den Gazastreifen sowie Neuwahlen ab.

Das Parlament hatte Scharon am Montagabend nach einer Grundsatzrede die Unterstützung verweigert. Nur 44 Abgeordnete stimmten für seine politische Linie, darunter die geplante Räumung des Gazastreifens, 53 waren dagegen. Israelische Medien zitierten am Dienstag Abgeordnete mit der Einschätzung, Neuwahlen seien angesichts dieser Niederlage auf längere Sicht unvermeidlich.

Am 25. Oktober will Scharon dem Parlament seinen umstrittenen Abzugsplan zur Abstimmung vorlegen. Seine Regierung ist wegen fehlender eigener Mehrheit bei wichtigen Abstimmungen auf Stimmen der Opposition angewiesen.

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