Scharping muss den Mund halten
Gericht untersagt Aussagen zu U-Boot-Deal

Dem Verlag Gruner & Jahr sind nach Angaben von Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) die Verbreitung von Aussagen verboten worden, wonach er sich mit Hilfe des PR-Managers Moritz Hunzinger und unter dem Einfluss der Rüstungsindustrie für ein U-Boot-Geschäft mit arabischen Staaten eingesetzt habe.

Reuters BERLIN. Das Landgericht Hamburg habe die Verbreitung solcher Formulierungen per einstweiliger Verfügung verboten, teilte das Büro von Scharping am Mittwoch in Berlin mit. Beim Hamburger Landgericht war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Das von Gruner & Jahr herausgegebene Magazin "Stern" erklärte, der juristische Vorstoß Scharpings beziehe sich auf nebensächliche Aspekte. Bis heute habe der SPD-Politiker zentrale Feststellungen der "Stern"-Berichte nicht entkräften könne.

Der "Stern" hatte in seiner Ausgabe der vergangenen Woche über Kontakte Scharpings zu Hunzinger und einem Rüstungs-Manager berichtet. Darin stellte das Magazin einen Zusammenhang zwischen den Kontakten und dem Verhalten Scharpings bei einer Reise nach Ägypten und Abu Dhabi her, die am Kauf von U-Booten interessiert gewesen seien.

Scharping war von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen unklarer Zahlungen von Hunzinger entlassen worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%