Scharping räumt logistische Probleme ein
Abflug von Bundeswehr-Soldaten ebenfalls verzögert

Die Stationierung der Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan verzögert sich weiter. Der zweite Teil des Bundeswehr-Vorauskommandos für die internationale Friedenstruppe verschob seinen für Dienstag geplanten Abflug vom Flughafen Köln-Wahn um mindestens einen Tag, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin mitteilte.

afp BERLIN/KÖLN. Grund dafür sei die beschädigte Landebahn auf dem Flughafen Bagram. Die Reparaturarbeiten seien noch nicht abgeschlossen, so dass die schweren Antonow-Maschinen nicht landen könnten. Die Bundeswehr-Soldaten sollten erst in Bewegung gesetzt werden, wenn die Landung in Afghanistan gesichert sei, sagte der Sprecher.

Die Ankunft in Afghanistan kann nach Angaben der Bundeswehr frühestens 16 Stunden nach dem Start in Köln erfolgen. Der Ministeriums-Sprecher schloss auch eine weitere Verzögerung des Abflugs nicht aus. Zum zweiten Teil des Vorauskommandos gehören 92 Soldaten; in den nächsten Tagen sollen dann noch einmal etwa 80 Soldaten folgen. Erst dann wird nach Angaben des Verteidigungsministeriums das Vorauskommando in Afghanistan komplett sein.

Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) räumte unterdessen logistische Probleme bei der Verlegung des ersten Teils des Vorauskommandos ein. Dabei sei "manches zusammengekommen, aber keine Zögerlichkeit", sagte er dem "General-Anzeiger". Bereits eine erste Gruppe des Vorauskommandos war unter anderem wegen schlechten Wetters erst mit tagelanger Verspätung in Afghanistan angekommen.

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