Scharzgeldkonten in Steuerparadiesen
Skandal bei Spaniens BBVA weitet sich aus

Der Skandal um die Schwarzgeldkonten bei Spaniens zweitgrößter Bank, der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), zieht immer weitere Kreise.

dpa Madrid. Die Guthaben in Höhe von 225 Millionen Euro, die zwischen 1987 und 2000 in "Steuerparadiesen" wie der Jersey-Insel oder Liechtenstein angehäuft worden waren, seien nur die Spitze des Eisbergs, berichtete die Zeitung "El Mundo" am Sonntag. Die Vorgängerbank BBV habe vor ihrer Fusion mit Argentaria im Jahre 1999 eine Art "Parallel-Bank" aufgebaut, um illegale Geschäfte zu verbergen.

So werde inzwischen auch untersucht, ob das Geldinstitut seine Filiale auf Puerto Rico benutzt hat, um Gelder aus dem Drogenhandel zu waschen. Abgesehen von den 1,5 Millionen Dollar, mit denen die Bank nach bisherigen Erkenntnissen Venezuelas Staatschef Hugo Chávez 1998 und 1999 unterstützt hatte, sollen auch Gelder zu Gunsten des im November 2000 seines Amtes enthobenen peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori und anderer lateinamerikanischer Führer geflossen sein.

Die Ermittlungen im Fall BBVA hat inzwischen Untersuchungsrichter Baltasar Garzón übernommen, der wegen der Strafverfolgung des chilenischen Ex-Diktators Augusto Pinochet international bekannt geworden war. Garzón hat auch Spaniens Notenbankpräsidenten Jaime Caruana als Zeugen vorgeladen. Er soll zu seinen Treffen mit den früheren Führungskräften der Bank im vergangenen Jahr befragt werden. Bei der Untersuchung geht es auch um Pensionsfonds, die mit 19,2 Millionen Dollar von den Schwarzkonten für die Vorstandsmitglieder der alten BBV eingerichtet worden waren.

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