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Schaulauf in Davos

Der Ansturm der Globalisierungsgegner hält an: Beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos werden heute 3 000 Vertreter der Weltelite aus Wirtschaft wie Politik erwartet - und doppelt so viele Protestler. Die Kritiker wollen nicht zulassen, dass eine private und demokratisch nicht legitimierte Veranstaltung die Weichen für die globale Wirtschaftspolitik stellt. Die Veranstalter haben sich darauf eingestellt und setzen auch die Belange der Entwicklungsländer und der sozial Schwachen auf die Agenda, um so der Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Doch handelt es sich dabei weitgehend um Lippenbekenntnisse. Das Davoser Forum bleibt im Kern, was es immer war: Die Jahresversammlung der Reichen und Mächtigen, die auf der Bühne unverbindlich debattieren und dann ihre eigenen Deals anschieben. Das haben die etablierten Protestorganisationen lange erkannt. Ihre Chefs bewegen sich in Davos wie unter Gleichen - und nutzen die Straßenproteste als willkommenen Verstärker.

Georg Watzlawek
Georg Watzlawek
Handelsblatt Online / Ressortleiter Wirtschaft und Politik
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