Schavan im "Kompetenzteam"
Stoiber: Bis 2008 Ganztagesschulen für alle

Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber hat für den Fall eines Wahlsieges angekündigt, bis spätestens 2008 deutschlandweit ein bedarfsdeckendes Angebot an Ganztagsschulen zu schaffen.

Wiwo/ap BERLIN. Bei der Vorstellung der baden-württembergischen Kultusministerin Annette Schavan als forschungs- und bildungspolitisches Mitglied seines Wahlkampf-Kompetenzteams wies der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch in Berlin darauf hin, dass für sein Bundesland ein solches Angebot bis 2008 bereits beschlossen sei.

Für die Länder bedeute das Erreichen eines solchen Ziels allerdings eine ungeheuer große finanzielle Anstrengung, sagte Stoiber. Die derzeitige Bundesregierung habe systematisch die Länderfinanzen ausgehöhlt. Bundeskanzler Gerhard Schröder haben den Ländern für mehr Ganztagsschulen in den nächsten vier Jahren jeweils eine Milliarde Euro versprochen. Es bleibe völlig offen, was danach geschehe. Einmalzahlungen reichten angesichts der Finanzlage der Länder und Kommunen sicherlich nicht, um den Bedarf an Ganztagsbetreuung als qualitativ hochwertige Ergänzung des Schulunterrichts zu decken.

"Mega-Thema für die Zukunft"

Stoiber nannte die Bereiche Forschung und Bildung "ein Mega-Thema für die Zukunft Deutschlands". Der "Rohstoff Geist" sei die wichtigste Ressource, die man seinen Kindern mitgeben könne. Schavan zeichne sich in diesem Bereich aus durch eine hohe Übereinstimmung von Persönlichkeit, Kompetenz und politischem Handeln.

Der Kanzlerkandidat trat in diesem Zusammenhang ein für den Aufbau eines Netzes von Kompetenzzentren, in denen Forschung und Wirtschaft eng zusammenarbeiteten, um eine schnelle Umsetzung von Forschungsergebnissen in innovative Produkte zu erreichen. Stoiber plädierte ferner für eine Abschaffung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, für eine Stärkung der Autorität der Lehrer und für das Beherrschen der deutschen Sprache als Voraussetzung für den Besuch der Grundschule.

Forschungsministerium stärken

Schavan kündigte als eine der ersten Maßnahmen nach einem Wahlsieg die Rückverlagerung von forschungsrelevanten Abteilungen des Wirtschaftsministeriums in das Forschungsministerium an. Die rot-grüne Bundesregierung hatte 1998 unter anderem die Zuständigkeit für die Förderung der Industrieforschung aus dem Forschungsministerium in das Wirtschaftsministerium verlagert.

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