Scheinfirmen
Scharon gerät wegen Finanzskandal unter Druck

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon gerät wegen eines mutmaßlichen Parteispenden-Skandals zunehmend unter Druck.

dpa JERUSALEM. Scharon soll trotz gegenteiliger Versicherungen doch von Scheinfirmen gewusst haben, über die illegale Spenden aus dem Ausland zur Finanzierung seines Wahlkampfs Anfang 2001 geflossen sein sollen. Das berichtete die israelischen Zeitung "Haaretz" am Freitag unter Berufung auf die Polizei. Die Polizei ermittelt derzeit gegen diese mutmaßlichen Briefkasten-Firmen.

"Haaretz" berichtete, ein Zeuge habe der Polizei jetzt angeblich belastende Ton- und Videobänder zugespielt, auf denen unter anderem Gespräche, die Scharon sowie dessen Sohn Omri und Staatsanwalt Dov Weisglass geführt hatten, zu hören sind. Bei diesen Mitschnitten sollen einige Scheinfirmen namentlich erwähnt worden sein. Scharon hatte Weisglass erst vergangene Woche zu seinem Bürochef ernannt.

Am vergangenen Montag hatte Scharon bei einer siebenstündigen Befragung durch Polizeibeamte abgestritten, von Briefkastenfirmen oder irgendwelchen finanziellen Unregelmäßigkeiten gewusst zu haben. Er habe mit der gesamten Spenden-Kampagne damals überhaupt nichts zu tun gehabt, sagte er.

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