Scheinstudien zum Fremdenverkehr
Frühere EU-Beamte in Paris wegen Millionen-Veruntreuung verurteilt

afp PARIS. Wegen der Veruntreuung von Millionen-Beträgen hat ein Pariser Strafgericht zwei frühere EU-Beamte und drei Komplizen zu Gefängnisstrafen verurteilt. Wie die Justizbehörde am Montag mitteilte, erging der Urteilsspruch bereits am Freitag. Der 57-jährige Grieche Georgios Tzoanos wurde zu vier Jahren Haft und einer Million Franc (rund 300.000 DM) Geldstrafe verurteilt, gegen den Franzosen Pascal Chatillon wurden eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und eine Geldstrafe von 100 000 Franc ausgesprochen. Die drei Komplizen erhielten ebenfalls Bewährungs- und Geldstrafen.

Tzoanos leitete von 1989 bis 1995 die EU-Abteilung für Tourismus-Förderung, Chatillon war sein Stellvertreter. Gegen Tzoanos hatte ein Pariser Untersuchungsrichter vor vier Jahren Haftbefehl ausgestellt. Die beiden EU-Funktionäre hatten den drei Komplizen EU-Subventionen zugeschanzt, die sie für Scheinstudien zum Fremdenverkehr einstrichen. Von den Subventionen zweigten die Komplizen dann wieder Geld für die beiden Funktionäre ab.

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