Schering-Aktie unter Druck
US-Daten geben deutschen Aktien Auftrieb

Die am Nachmittag veröffentlichte US-Arbeitslosenquote für Februar fiel niedriger aus als erwartet. Der Dax konnte um 0,97 % zulegen. Zu den Gewinnern zählen MLP und Deutsche Post.

dpa FRANKFURT/MAIN. Nach besseren US-Arbeitsmarktdaten als erwartet hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag an Fahrt gewonnen. Zuvor hatten die Kurse weitgehend nur verhalten freundlich tendiert. Der Dax lag am Nachmittag um 0,97 % im Plus bei 5 341 Punkten. Am Neuen Markt gewann der Auswahlindex Nemax-50 um 1,66 % auf 1 066 Zähler. Der M-Dax der mittelgroßen Werte bewegte sich 0,20 % fester bei 4 444 Punkten. Die am Nachmittag veröffentlichte US-Arbeitslosenquote für Februar lag bei 5,5 % und fiel damit niedriger aus als erwartet.

Stark unter Druck stand die Aktie des Berliner Pharmaunternehmens Schering, die 2,61 % auf 65,01 ? verlor. Händler erklärten den Kursverlust mit der US-Zulassung des Multiple-Sklerose- Medikaments «Rebif» des Schweizer Konkurrenten und größten Biotechnologie-Unternehmens Europas, Serono. Nach Ansicht von Karl- Heinz Scheunemann, Analyst beim Bankhaus Metzler, dürfte sich dies aber nur kurzfristig auf den Schering-Aktienkurs auswirken. «Rebif» werde eher dem Marktführer, dem US-Unternehmen Biogen, Marktanteile abjagen.

Infineon-Aktien verloren 2,08 % auf 27,76 ?, obwohl die Investmentbank Morgan Stanley ihre Verlustschätzung für den Münchner Chiphersteller angesichts anziehender Speicherchip-Preise gesenkt hatte. Auch andere Technologiewerte standen auf der Verkaufsliste. Händler begründeten dies mit der eher verhaltenen Umsatzprognose, die der weltgrößte Chiphersteller Intel am Vorabend bestätigt hatte. SAP und Epcos verloren 1,39 % beziehungsweise 0,40 %.

Auf der Gewinnerseite stand dagegen die Aktie des Finanzdienstleisters MLP. Bei geringem Handelsvolumen legte sie um 3,39 % auf 70,70 ? zu. Nach den Verlusten vom Vortag stieg das Papier der Deutschen Post um 3,18 % auf 16,23 ?.

Übernahmespekulationen beflügeln Pro-Sieben-Sat.1 Media AG

Spekulationen über ein Interesse der US-Medienkonzerne AOL Time Warner und Viacom an der Pro-Sieben-Sat.1 Media AG bescherten der Aktie am Morgen kräftige Kursgewinne von deutlich mehr als 10 %. Die Kirch-Gruppe teilte jedoch mit, dass sie sich nicht von den Sendern Pro Sieben und Sat.1 trennen wolle. Am Nachmittag lag die Aktie um 5,29 % im Plus bei 8,95 ?.

Der Rentenmarkt zeigte sich uneinheitlich. Der Bund-Future zog um 0,1 % auf 105,34 Punkte an. Der Rentenmarktindex Rex verlor 0,26 % auf 111,47 Zähler. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,03 % (Donnerstag: 4,99 %) fest. Der Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8797 (Donnerstag: 0,8764) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1368 (1,1410) Euro.

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