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Schering bekommt europäische Zulassung für Hormonpräparat Angeliq

Der Pharmakonzern Schering hat grünes Licht für die europaweite Einführung des neuen Hormonpräparates Angeliq bekommen. Die Tablette soll von diesem Herbst an in allen Mitgliedsländern der Europäischen Union auf den Markt gebracht werden, wie die Schering AG am Dienstag in Berlin mitteilte.

dpa BERLIN. Auf dem weltweit wichtigsten Pharmamarkt USA muss der Konzern dagegen weiter auf die Zulassung warten. Dort untersucht die Zulassungsbehörde FDA - wie bei anderen Hormonpräparaten - noch mögliche Nebenwirkungen. Angeliq soll Frauen in den Wechseljahren gegen typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen helfen. Dazu muss die Tablette täglich eingenommen werden. An der Börse notierte die Schering-Aktie nach Bekanntgabe der Entscheidung mit einem leichten Plus. Am späten Vormittag war sie 43,51 ? wert, ein Anstieg um 2,4 %. Als erstes europäisches Land hatten die Niederlande Angeliq bereits im vergangenen Dezember zugelassen. Im Rahmen des üblichen Anerkennungsverfahrens gaben die europäischen Behörden nun auch ihr Einverständnis für die Zulassung in den anderen EU-Ländern. In der Regel wird nun innerhalb von drei Monaten die offizielle Zulassungsurkunde erteilt.

In Deutschland werde die Tablette voraussichtlich Anfang 2004 auf den Markt kommen, sagte Schering-Vorstandschef Hubertus Erlen der dpa. Mittelfristig peilt der Konzern mit Angeliq einen weltweiten Umsatz von 250 Mill. ? pro Jahr an. Erlen verwies darauf, dass dies jedoch abhängig von der Zulassung in den USA sei. Dort hatte die zuständige Behörde Food and Drug Administration (FDA) im vergangenen Oktober die Zulassung vorläufig verweigert. Die Gespräche würden aber weiterhin fortgesetzt, sagte Erlen. "Wir rechnen mit einem Markteintritt in den USA 2004, eher gegen Ende des Jahres." Auf dem weltweit wichtigsten Pharmamarkt will Schering seinen Umsatz von derzeit einer Milliarde US-Dollar (890 Mill. ?) bis 2006 verdoppeln. Mit Blick auf die Aktivitäten in den USA hatte der Aufsichtsrat am Montag den Vorstand erweitert. Zum neuen Mitglied in dem jetzt sechsköpfigen Führungsgremium wurde der US-Amerikaner Marc Rubin bestellt. Der 48-Jährige ist von Oktober an für die Produktentwicklung zuständig.

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