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Schering einigt sich mit Biogen

Der Pharmakonzern Schering und sein US-Konkurrent Biogen haben sich dem Berliner Unternehmen zufolge im Patentstreit um die Therapie von Multipler Sklerose (MS) geeinigt.

rtr BERLIN. Nach der Vereinbarung werde Schering von Biogen 20 Mill. Dollar erhalten, teilte Schering am Donnerstag in Berlin mit. In Abhängigkeit von der Entscheidung eines US-Berufungsgerichts bestehe die Möglichkeit, dass Biogen weitere Zahlungen in Höhe von 55 Mill. oder 230 Mill. Dollar leisten müsse. Diese Summe werde dann mit der Stanford Universität und dem Schering-Zulieferer Chiron geteilt.

Schering stellt das MS-Medikament Betaferon her, dass besonders auf dem amerikanischen Markt in Konkurrenz zum Biogen-Produkt Avonex steht. Mit einem Umsatz von über 600 Mill. ? ist Betaferon das wichtigste Präparat von Schering. Der Konzern hatte Biogen vor drei Jahren verklagt, da die Firma angeblich eine von Schering patentgeschützte Technologie zur Herstellung seines MS-Mittels nutze. Eine Entscheidung eines US-Gerichts in erster Instanz war zu Gunsten von Biogen ausgegangen. Derzeit ist das Verfahren in der Berufung. Schering und Biogen wollen den Angaben zufolge aber den Rechtsstreit nach der Entscheidung dieser Instanz nicht fortsetzen. Sollte das Gericht zu Gunsten von Schering urteilen, werde Biogen noch einmal 55 Mill. oder sogar 230 Mill. Dollar zahlen müssen, erklärte Schering. Die Höhe der Summe hänge vom Ausmaß der festgestellten Patentverletzung ab. Das Geld werde dann zwischen Schering, dem Zulieferer Chiron und der Stanford Universität geteilt. Die Universität sei noch an den Patentrechten beteiligt, erläuterte ein Unternehmenssprecher. Wie genau die Summe aufgeschlüsselt würde und wie hoch dabei der Schering-Anteil wäre, wollte er unter Verweis auf bestehende Verträge nicht sagen. "Es wird aber ein substanzieller Betrag sein", sagte er.

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