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Schering erhält in den USA weiteres Patent für Anti-Babypille Yasmin

Der Berliner Pharmakonzern Schering hat in den USA ein weiteres Patent für seine Anti-Baby-Pille Yasmin erhalten. Nach Firmenangaben erschwert dies Konkurrenten die Produktion von Nachahmerpräparaten. Da der eigentliche Wirkstoff, Drospirenon, nicht mehr patentgeschützt ist, waren in den vergangenen Monaten immer wieder Befürchtungen im Hinblick auf billigere Konkurrenzprodukte für einen der wichtigsten Ertragsbringer des Dax-Unternehmens aufgetaucht.

dpa-afx BERLIN. Der Berliner Pharmakonzern Schering hat in den USA ein weiteres Patent für seine Anti-Baby-Pille Yasmin erhalten. Nach Firmenangaben erschwert dies Konkurrenten die Produktion von Nachahmerpräparaten. Da der eigentliche Wirkstoff, Drospirenon, nicht mehr patentgeschützt ist, waren in den vergangenen Monaten immer wieder Befürchtungen im Hinblick auf billigere Konkurrenzprodukte für einen der wichtigsten Ertragsbringer des Dax-Unternehmens aufgetaucht.

An der Börse gab die Schering-Aktie bis zum frühen Nachmittag einen Teil ihrer frühen Kursgewinne ab und wurde um 13.45 Uhr mit einem Plus von 0,42 % bei 48,33 ? gehandelt, während der Dax um 0,36 % auf 3 961,95 Zähler anstieg.

Patentsituation Gestärkt

Die amerikanische Patentbehörde habe ein Patent für die Formulierung von stark zerkleinertem Drospirenon und Ethinylestradiol zur Anwendung bei oralen Kontrazeptiva erteilt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das Patent werde im so genannten "Orange Book", der Patentliste der FDA, geführt und sei bis zum Jahr 2020 gültig, hieß es weiter.

Das neue US-Patent bezieht sich auf den Aufbau der Pille, in der die Wirkstoffe Drospirenon und Ethinylestradiol in stark zerkleinerter Form enthalten sind. Die so genannte mikronisierte Formulierung sorgt dafür, dass die Wirkstoffe nicht von der Magensäure angegriffen werden und damit direkt in die Blutbahn übergehen können. Das Patent sei bis 2020 gültig.

Yasmin 30 erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 290 Mill. ?. Yasmin 30 und die noch nicht zugelassene Variante Yasmin 20 sollen die künftigen Wachstumslokomotiven werden und Schering rechnet bei Yasmin 30 mit einem jährlichen Spitzenumsatz von 400 Mill. ?.

Analysten Begrüssen Entscheidung

Analysten begrüßten das zusätzliche Patent. "Das heute bekannt gegebene Formulierungspatent verstärkt die Patentsituation bei Yasmin deutlich", schreibt Alexander Groschke, Analyst bei der LRP. Ulrich Huwald, Branchenexperte bei der Hamburger Privatbank M.M.Warburg kommt zu der gleichen Einschätzung. Er misst der Zulassung von Yasmin 20, die spätestens Anfang 2005 erwartet wird, eine noch wichtigere Bedeutung bei.

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