Schering und Epcos im Blick
Deutsche Börsen leichter erwartet

Der Deutsche Aktienindex (Dax) wird nach Einschätzung von Händlern auf Grund von Gewinnmitnahmen leichter in den Börsenmonat März starten. Am Donnerstag hatte der Dax - beflügelt von mehreren besser als erwartet ausgefallen Konjunkturdaten in den USA - fester geschlossen.

Reuters FRANKFURT. "Ich erwarte heute, auch weil das Wochenende vor der Tür steht, Gewinnmitnahmen", sagte ein Aktienhändler. Besonders die Technologie-Werte wie Epcos dürften darunter leiden. Die Aktie des Komponentenherstellers hatte am Donnerstag rund fünf Prozent zugelegt. Ein anderer Börsianer sagte: "Ich glaube nicht, dass die 5 000-Punkte-Marke heute hält. Die charttechnischen Indikatoren signalisieren ein Ende der Fahnenstange."

Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung verschiedener Handelshäuser zwischen 5027 und 5031 Punkten in den Handel starten. Am Donnerstag hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer 1,59 % gewonnen und erstmals seit einem Monat wieder oberhalb der Marke von 5000 Punkten bei 5039 Zählern geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Vortag 1,85 % nachgegeben hatte, wird Händlern zufolge rund ein halbes Prozent schwächer in die Sitzung starten.

Belastet von Gewinnmitnahmen und schwächeren Halbleiter-Papieren hatten die US-Märkte am Donnerstag leichter geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 0,21 % und die Technologiebörse Nasdaq 1,16 % verloren.

Warten auf Geschäftsausblick von Schering

Im Blickpunkt des Dax-Handels dürfte der Pharmakonzern Schering stehen, der am Vormittag eine Bilanz-Pressekonferenz abhält. Marktteilnehmer erwarten, dass Schering das Ziel eines zweistelligen Gewinnwachstums für 2002 und die Folgejahre bekräftigt. Stützen soll es sich besonders auf die jüngste erfolgreiche Einführung einer Reihe von Produkten auf dem amerikanischen Markt. Für 2001 hatte Schering bereits ein Rekordergebnis über Analysten-Schätzungen bekannt gegeben.

Chip-Werte hatten in den USA am Donnerstag deutlich nachgegeben, nachdem der Branchenverband SEMI mitgeteilt hatte, die Umsätze der Hersteller von Teilen für die Chipindustrie seien im vergangenen Jahr um 41 % eingebrochen. Diese Zahl übertraf vorläufige Angaben vom Dezember und bedeutet den bisher deutlichsten Jahresrückgang. Für das laufende Geschäftsjahr 2002 erwarten Analysten einen weiteren Rückgang der Umsätze um 20 bis 25 %. Händlern zufolge hat die deutsche Infineon-Aktie die deutlich leichtere Tendenz der US-Chipfirmen am Vortag nicht mitgemacht.

Auf einer Investorenkonferenz der Deutschen Bank, die bereits am Donnerstag für Wirbel an den Aktienmärkten gesorgt hatte, präsentieren sich am Freitag zahlreiche Firmen des Neuen Marktes. Am Morgen nannte zudem das Nemax-50-Unternehmen Umweltkontor Zahlen für 2001. Nach Angaben des Spezialisten für erneuerbare Energien hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) und vor Firmenwertabschreibungen im abgelaufenen Jahr auf zwölf Mill. Euro fast verdoppelt. Für 2002 erwartet das Unternehmen bei Umsatz und Ertrag Steigerungsraten von 30 bis 50 %. Der US-Halbleiterhersteller Texas Instruments hat den Aktionären der Condat ein Übernahmeangebot unterbreitet.

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