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Schering will Profitabilität auch nach 2006 weiter steigern

Der Berliner Pharmakonzern Schering will seine Profitabilität auch nach 2006 weiter steigern. "Unsere Zielvorgaben stehen fest: Bis 2006 wollen wir unsere operative Rendite von 13 auf 18 % steigern", bestätigte Konzernchef Hubertus Erlen in einem Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" (Donnerstagausgabe) bisherige Aussagen. Die 18 % seien nur der erste Schritt. "Denn wir werden unsere Profitabilität auch nach 2006 weiter steigern. Viele unserer jetzigen Maßnahmen werden ihre volle Wirkung erst nach 2006 entfalten", sagte Erlen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Berliner Pharmakonzern Schering will seine Profitabilität auch nach 2006 weiter steigern. "Unsere Zielvorgaben stehen fest: Bis 2006 wollen wir unsere operative Rendite von 13 auf 18 % steigern", bestätigte Konzernchef Hubertus Erlen in einem Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" (Donnerstagausgabe) bisherige Aussagen. Die 18 % seien nur der erste Schritt. "Denn wir werden unsere Profitabilität auch nach 2006 weiter steigern. Viele unserer jetzigen Maßnahmen werden ihre volle Wirkung erst nach 2006 entfalten", sagte Erlen.

Deutschlands drittgrößter Pharmakonzern hatte nach einem schwachen zweiten Quartal im vergangenen Jahr seine Gewinnprognosen für 2003 zurücknehmen müssen. Der Konzern hatte ein Sparprogramm mit dem Namen "Focus" aufgelegt, um die Ertragskraft deutlich zu steigern. Diese war durch den schwachen Dollar und die Belastungen durch die Gesundheitsreform in den vergangenen Quartalen unter Druck geraten. Schering will dies durch Stellenstreichungen, Schließung von Produktionsbetrieben und eine Fokussierung auf gewinnträchtige Sparten erreichen. Der Abbau von 1 100 Stellen wurde bereits vertraglich vereinbart, weitere 900 Stellen sollen bis 2006 eingespart werden, hatte Schering im Juni mitgeteilt.

Beim angestrebten Verkauf renditeschwacher Unternehmensteile ist Schering auch bereit, die Mehrheit von Teilbereichen abzugeben, insbesondere für den Bereich Dermatologie, in dem derzeit 600 Mitarbeiter einen Umsatz von 200 Mill. ? erzielen. Erlen: "Wir suchen einen Partner und sind auch bereit, in eine Minderheitenposition zu gehen." Mittelfristig soll auch ein Komplettverkauf nicht ausgeschlossen sein. Große Hoffnungen setzt Erlen in das neue Krebsmittel PTK/ZK, das Schering zusammen mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis entwickelt. "Wenn das Projekt erfolgreich ist, werden wir schnell zu einem wichtigen Onkologiespieler", so Erlen. Das Umsatzpotenzial schätzt er auf mehr als 250 Mill. ? im Jahr.

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