Schicksal von 100 Personen noch fraglich
Zahl der vermissten Deutschen gesunken

Bei den Terroranschlägen in New York sind möglicherweise doch weniger Deutsche umgekommen als zunächst befürchtet. Von der Vermisstenliste des Auswärtigen Amtes wurden 20 der zuletzt noch 100 Namen gestrichen. Die Gesuchten hätten sich inzwischen bei Freunden oder Angehörigen gemeldet.

dpa NEW YORK/BERLIN. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte am Dienstag keine Zahlen nennen. Der Krisenstab des Generalkonsulats, der UN-Mission sowie des Kulturinstituts der Bundesrepublik in New York ist weiterhin intensiv bemüht, noch Vermisste ausfindig zu machen. Die Mitarbeiter schließen auch fast zwei Wochen nach dem Einsturz der beiden 411 Meter hohen Türme nicht aus, dass sich noch Menschen melden, die zunächst als vermisst galten, wie es im Krisenstab hieß.

Etwa die Hälfte der jetzt noch 80 auf der Vermisstenliste genannten Personen waren als Touristen nach New York gekommen. Bei einigen sei nicht völlig zweifelsfrei davon auszugehen, dass sie sich tatsächlich im WTC-Komplex aufhielten, als Flugzeugentführer am Morgen des 11. September zwei Passagiermaschinen in die Zwillingstürme steuerten. Etwa 40 Vermisste hatten beruflich im World Trade Center zu tun. Bei ihnen sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie dort ums Leben kamen, am größten.

Für die unter den Trümmern vermuteten mehr als 6400 Menschen gibt es so gut wie keine Hoffnung mehr. Es wäre ein Wunder, wenn die Rettungskräfte noch Überlebende fänden, sagte Bürgermeister Rudolph Giuliani. Die Behörden würden damit beginnen, den Angehörigen der Opfer Totenscheine auszustellen.

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