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Schicksalsspiel für deutsches Fedcup-TeamDPA-Datum: 2004-07-07 12:57:36

Ilitschewsk (dpa) - An die Fleischtöpfe des Welt-Tennis kommen die deutschen Fedcup-Damen nicht mehr heran. Schmalhans ist Küchenmeister im Team von Bundestrainer Klaus Eberhard vor dem Schicksalsspiel gegen die Ukraine in Ilitschewsk.

Ilitschewsk (dpa) - An die Fleischtöpfe des Welt-Tennis kommen die deutschen Fedcup-Damen nicht mehr heran. Schmalhans ist Küchenmeister im Team von Bundestrainer Klaus Eberhard vor dem Schicksalsspiel gegen die Ukraine in Ilitschewsk.

Nach der 0:5-Niederlage gegen Titelverteidiger Frankreich würde die Mannschaft bei einer neuerlichen Pleite sogar bis in die dritte Liga durchgereicht. Nur bei einem Sieg darf sie 2005 in der neuen Weltgruppe II antreten, in der dann wie in der Eliteklasse acht Länder aufschlagen. «Das ist unser Ziel. Dort wollen wir spielen, denn dort wären auch wir konkurrenzfähig», meinte Eberhard.

Erst einmal darf sich die Mannschaft um Routinier Barbara Rittner im Elite Tennis Club von Ilitschewsk rund 50 Autominuten entfernt von Odessa aber nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Zwar sind die Spielerinnen der Ukraine durchweg nur Experten bekannt, doch das gerade ist die Gefahr. Kapitän ist Swetlana Medwedewa, die Mutter des einstigen Weltklassespielers Andrej Medwedew.

Mehr noch als der Gegner interessierte Eberhard das neueste Bulletin aus der Krankenstation. Nach Marlene Weingärtner, die wegen einer Fußverletzung gar nicht erst anreiste und durch Greta Arn ersetzt wurde, geht das Zitterspiel um eine weitere Stütze in die entscheidende Phase. Ob die am Knie verletzte Anna-Lena Grönefeld, die neben Barbara Rittner auf Sand im Einzel aufgeboten werden soll, überhaupt antreten kann, wird sich erst kurz vor dem Auftakt entscheiden.

Sorgen über Sorgen hat auch Belgien vor dem Viertelfinale gegen Spanien auf dem Sandplatz von Jerez de la Frontera. Sowohl Justine Henin-Hardenne als auch Kim Clijsters, die 2001 Garant des einzigen Fedcup-Sieges waren, fehlen verletzt. In bester Besetzung, mit Amelie Mauresmo und Mary Pierce, kann Frankreich in Rimini gegen Italien antreten. Für die USA will Tennis-«Oma» Martina Navratilova (47) im Bergisel-Stadion von Innsbruck gegen Österreich im Doppel punkten. Die Williams-Schwestern sind nicht am Start.

Der klare Favorit auf den Fedcupsieg 2004 ist schon jetzt Russland, das aus einem riesigen Reservoir an Spitzenspielerinnen schöpfen kann. Neben French-Open-Gewinnerin Anastasia Myskina kommen in Argentinien Wera Zwonarewa, Swetlana Kusnetzowa und Jelena Lichowtsewa zum Einsatz. Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa kann Kapitän Schamil Tarpischew leichten Herzens eine Ruhepause gönnen.

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