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Schiedsrichterhirn ist mit Abseits überfordert

Wenn der Schiedsrichter nach Meinung der Fußball-Fans wieder einmal zu Unrecht Abseits pfeift, sollten diese nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen: Er kann es gar nicht besser wissen - sagt eine wissenschaftliche Studie.

dpa LONDON. Wenn der Schiedsrichter nach Meinung der Fußball-Fans wieder einmal zu Unrecht Abseits pfeift, sollten diese nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen: Er kann es gar nicht besser wissen - sagt eine wissenschaftliche Studie.

Dem menschlichen Hirn ist es demnach unmöglich, die komplizierte Situation mit mehreren sich bewegenden Objekten in der gebotenen Eile richtig einzuschätzen. Der spanische Arzt Francisco Belda Maruenda forderte deshalb in einem Beitrag für das "British Medical Journal" die Abschaffung der Abseitsregel.

"Um die Abseitsregel richtig anzuwenden, muss der Schiedsrichter fähig sein, mindestens fünf Objekte zur selben Zeit in seinem Blickfeld zu verfolgen: Zwei Spieler der angreifenden Mannschaft, die hintersten beiden Spieler der verteidigenden Mannschaft und den Ball." Es lasse sich wissenschaftlich nachweisen, dass das Auge und das Gehirn damit überfordert seien. Nur das Betrachten von Mitschnitten könne verlässlich Aufschluss darüber geben, ob ein Tor gegeben werde könne oder nicht.

Da dies aber für Regional- oder Jugendspiele zu aufwendig sei, solle die Abseitsregel besser gestrichen werden. Die Abseits-Regel besagt, dass ein Fußballspieler der angreifenden Mannschaft dann im Abseits steht, wenn er sich bei der Ballabgabe in der gegnerischen Hälfte näher an der Torlinie befindet als zwei gegnerische Spieler.

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