Schießen Olympia
Erfolglose Pfeilschifter schießt gegen Trainer

Sportschützin Sonja Pfeilschifter ist auch im Dreistellungskampf vorzeitig gescheitert. Nach ihrem Ausscheiden übte sie harte Kritik an Bundestrainer Claus-Dieter Roth.

Sportschützin Sonja Pfeilschifter (Ismaning) hat auch ihre letzte Olympia-Medaillenchance in Peking kläglich verpasst. Die als Favoritin angetretene Weltrekordlerin scheiterte als 17. im Vorkampf mit 578 Ringen. Auch Barbara Lechner (Triftern/582) verpasste als Neunte das Finale der besten Acht. Als Führende geht die Chinesin Li Du mit 590 Ringen ins Finale.

Kritik an Bundestrainer Roth

Nach ihrer erneuten olympischen Pleite hat Pfeilschifter Bundestrainer Claus-Dieter Roth heftig angegriffen. "Es kotzt mich an, dass er seinen Frust an uns auslässt, jetzt, wo sein Stuhl wackelt", sagte die 37-Jährige nach dem verpatzten Vorkampf. Roth habe in den letzten fünf Tagen nicht einmal mit ihr geredet, habe sich vor Olympia aber in ihren Erfolgen gesonnt und schiebe den Misserfolg jetzt auf andere.

Roth hatte zuvor offen kritisiert, dass Pfeilschifter sich abseits vom deutschen Schützenteam auf Olympia vorbereitet hatte. Dass sei dem Teamgeist abträglich, nach Peking werde es derlei Sonderwege nicht mehr geben: "Mit den Extrawürsten ist's jetzt genug, die letzte ist angebrannt."

Pfeilschifter fordert eine Aussprache mit Roth und Sportdirektor Heiner Gabelmann. Die 37-Jährige will trotz der Enttäuschung ihre Karriere bis Olympia 2012 fortsetzen.

Am Donnerstag steht noch die Skeet-Entscheidung der Frauen auf dem Programm, in der Weltmeisterin Christine Brinker (Ibbenbüren) als Mitfavoritin antritt.



© SID

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