Schießerei
Rebellen kapern kurzzeitig Bus auf Philippinen

Auf der südphilippinischen Insel Mindanao haben rund 200 bewaffnete Rebellen am Montag kurzzeitig einen Überlandbus gekapert. Nach Behördenangaben wurde ein Soldat in Zivil, der unter den etwa 35 Passagieren war, erschossen.

Reuters COTABATO-STADT. "Alle Passagiere sind wieder frei", sagte ein Offizier. Die Armee teilte mit, die Rebellen der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF) hätten bei dem Überfall auf den Bus einen Soldaten erschossen, die Zivilisten aber nicht verletzt. Der Überfall ereignete sich auf einer Autobahn zwischen Cotabato und Davao. "Sie stahlen persönliche Wertgegenstände - Schmuck, Geld, alles", sagte ein Sprecher.

Bei späteren Gefechten mit den Geiselnehmern seien ein Milizionär getötet und vier weitere verletzt worden. Im Süden der Philippinen lieferten sich Streitkräfte und Rebellen erneut Gefechte.

Die MILF ist die größte von vier moslemischen Separatistengruppen, die im Süden des überwiegend katholischen Landes einen islamischen Staat errichten wollen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den flüchtigen MILF-Chef Hashim Salamat und 150 seiner Gefolgsleute Anklage wegen Mordes erhoben. Sie sollen am 4. März auf dem Flughafen von Davao eine Bombe gezündet haben. Bei dem Anschlag starben 21 Menschen. Die MILF hat jede Beteiligung abgestritten.

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