Schießereien in der Hauptstadt Grosny
Russische Armeeführung lehnt weiteren Abzug aus Tschetschenien ab

Nach dem Abzug von 5 000 russischen Soldaten aus der Kaukasusrepublik Tschetschenien hat Russlands Verteidigungsminister Sergej Iwanow weitere Truppenreduzierungen vorerst ausgeschlossen.

dpa MOSKAU. Es gebe zurzeit keine derartigen Pläne, sagte Iwanow am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax in der Stadt Jessentuki im Nordkaukasus. Gemeinsam mit Innenminister Boris Gryslow und dem Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Nikolaj Patruschew, beriet Iwanow über eine bessere Koordination im Kampf gegen die Rebellen.

Bei Schießereien in der Hauptstadt Grosny kamen am Sonntagabend zwei Menschen ums Leben. Der Geheimdienstchef kritisierte die fortwährenden Anschläge auf russische Truppen und die Zivilbevölkerung in der von Russland abtrünnigen Kaukasusrepublik. "Bislang ist es uns nicht gelungen, alle Terrorakte zu verhindern", sagte Patruschew. Der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Jahresbeginn mit dem Oberbefehl in Tschetschenien beauftragte Geheimdienst kündigte an, die Rebellenanführer stärker ins Visier zu nehmen.

Der Abzug von mehr als 5 000 Soldaten sowie 40 Panzern sei gerechtfertigt, weil deren Kräfte überflüssig geworden seien, betonte Verteidigungsminister Iwanow. Russland hat im zweiten Tschetschenien- Krieg seit Herbst 1999 nach offiziellen Angaben etwa 3 000 Mann verloren.

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