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Schily kritisiert tunesische Behörden

Das Instandsetzen der Synagoge unmittelbar nach der Explosion bewertet der Bundesinnenminister in Bezug auf die Ermittlungsarbeiten als ungünstig.

Reuters BERLIN. Auf die Frage, ob das Instandsetzen der Synagoge unmittelbar nach der Explosion nicht die Ermittlungsarbeiten erschwert habe, sagte er am Montag im ZDF: "Ob das besonders günstig war, dass man da gleich Instandsetzungsarbeiten vollzogen hat, das kann man mit Fug und Recht natürlich mit einem großen Fragezeichen versehen. Es gab am Anfang wohl sehr stark die Tendenz auf tunesischer Seite das Ganze von vorneherein als Unfall zu qualifizieren." Schily schränkte ein, inzwischen gebe es eine gute Zusammenarbeit der nach Djerba entsandten Experten des Bundeskriminalamtes mit den tunesischen Behörden.

Am Sonntag hatte die tunesische Regierung erklärt, ihr lägen keine Erkenntnisse vor, dass es sich bei der Explosion um einen Anschlag gehandelt haben könnte. Bei der Explosion waren 15 Menschen getötet worden, darunter zehn deutsche Touristen. In mehreren deutschen Krankenhäusern werden Schwerverletzte behandelt, die zum Teil noch in Lebensgefahr schweben.

Schily betonte erneut die Vermutung, bei der Explosion habe es sich um einen Anschlag gehandelt: "Wir haben Erkenntnisse, die diesen Verdacht bestärken." Der Minister sagte, sollte es sich um einen Anschlag gehandelt haben, vermute er, es habe sich um einen Anschlag gegen die Synagoge und nicht um einen gezielten Anschlag auf eine touristische Einrichtung gehandelt.

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