Schlacht um Kaufanreize für die Kunden
Rabattkrieg drückt Chrysler-Gewinne

Der wieder aufgeflammte Rabattkrieg zwischen den drei großen US-Autoherstellern wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Chrysler-Chef Dieter Zetsche die Ertragslage der Daimler-Chrysler-Tochter belasten.

Reuters STUTTGART. "So etwas bleibt auch für uns nicht ohne Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung. Wir werden das Jahr aber trotzdem positiv abschließen", sagte Zetsche in einem Interview mit dem Fachblatt "auto motor und sport", das am Mittwoch erschien.

Chrysler müsse mit den Konkurrenten General Motors (GM) und Ford mitziehen. "Wir können da nicht nur zuschauen, obwohl wir längst in einem Bereich sind, wo es praktisch keine Preiselastizität mehr gibt", sagte Zetsche der Zeitschrift zufolge.

Nach einem Einbruch bei den Verkaufszahlen im Oktober hatten die Konzerne eine neue Runde in der Schlacht um Kaufanreize für die Kunden eingeläutet, die den Autoabsatz seit Monaten künstlich auf einem hohen Niveau gehalten hatte. Zetsche befürchtet eine Eskalation: "Das ist fast wie bei einem Drogenabhängigen. Wenn er dann einmal den Stoff absetzt, kommt der Zusammenbruch." Auch für neue Modelle würden in der Autobranche bereits hohe Rabatte eingeräumt. Mit Hilfe seiner Garantie-Programme könne Chrysler aber mit geringeren Verkaufshilfen auskommen als andere.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres hatte Chrysler die Gewinnwende geschafft und mit 1,225 Milliarden Euro operativem Gewinn seine Erwartungen deutlich übertroffen. Die DaimlerChrysler-Aktie gab am Mittwoch um 3,4 Prozent auf 31,40 Euro nach und lag damit im Rahmen der Kursverluste anderer europäischer Autobauer.

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