Schlagabtausch zu Innen- und Sozialpolitik
Kerry setzt sich von Bush ab

Die dritte und letzte Fernsehdebatte vor der US-Präsidentenwahl ist gelaufen. Und wieder hat Bush-Herausforderer John Kerry seinen Kontrahenten in die Schranken gewiesen - so sehen es zumindest die von Meinungsforschern befragten Zuschauer.

HB WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush und sein Herausforderer John Kerry haben sich in ihrer dritten und letzten Fernsehdebatte vor der Wahl am 2. November einen heftigen Schlagabtausch über die Innen- und Sozialpolitik geliefert. Das TV-Duell am Mittwochabend in Tempe (Bundesstaat Arizona) galt angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen beiden Spitzenkandidaten als möglicherweise wahlentscheidend.

In einer ersten Schnellumfrage von CNN/USA Today/Gallup erklärten 52 % Kerry zum Sieger und 39 % Bush. Verschiedene US-Fernsehkommentatoren wollten sich aber in der Nacht noch nicht auf einen eindeutigen Sieger festlegen. Vertreter der Republikaner und der Demokraten erklärten erwartungsgemäß jeweils ihren Kandidaten zum Gewinner.

Die erste Fernsehdiskussion vor rund 14 Tagen, die sich hauptsächlich um den Irak-Krieg und den Antiterrorkampf drehte, hatte Kerry deutlich für sich entscheiden und damit den zuvor in Meinungsumfragen vorn liegenden Bush einholen können. Die zweite Debatte am vergangenen Freitag mit innen- und außenpolitischen Themen endete nach allgemeiner Einschätzung mit einem Unentschieden. Umso größer war die Spannung vor dieser dritten Debatte, in der sich die Kandidaten wie in der ersten Diskussion den Fragen eines einzelnen TV-Moderatoren stellen mussten.

Neuigkeiten in den jeweiligen Zielsetzungen präsentierten beide Seiten nicht. Bush porträtierte seinen Kontrahenten wie bereits in seinen jüngsten Wahlkampfreden als einen extrem liberalen Politiker, der der Regierung weitgehende Eingriffe in das Leben der Bürger gestatten wolle und in seiner Karriere als Senator einen Zickzack-Kurs in zahlreichen sozialpolitischen Fragen verfolgt habe. So hielt der Präsident Kerry, der Bushs mehrfache Steuersenkungen für wohlhabende Amerikaner rückgängig machen will, vor, dass er im Senat 98 Mal für Steuererhöhungen gestimmt habe - eine Zahl, die Kerry als falsch zurückwies und korrigierte.

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